Bereit für Sommer: Storno ist wichtiger denn je. Tourismusbetriebe sind bereit für die ersten Gäste. Großes Kriterium bei der Buchung ist die Stornofrist.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 09. Juni 2021 (05:30)
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Der Naturpark Hohe Wand ist Teil der Tourismusdestination „Wiener Alpen“. Hier blickt man dem Sommer positiv entgegen.
Wiener Alpen/Franz Zwickl, Wiener Alpen/Franz Zwickl

Der Sommer steht kurz bevor und die ersten Pläne für den Urlaub in den Ferien werden geschmiedet. Doch welche Erwartungen setzen die Tourismusbetriebe in die bevorstehenden Sommermonate? Die NÖN Wiener Neustadt hörte sich in der Region um.

In der Hotelbranche sieht man „vorsichtig optimistisch in die Zukunft“, so Michael Seitz, Generalmanager vom Hilton Wiener Neustadt. Das Geschäft laufe jetzt wieder an, allerdings fehlen die Busreisenden, „weil da die Vorschriften noch sehr streng sind“. Ins Hotel kommen Firmenkunden, aber auch Privatgäste sehr spontan. Das Buchungsverhalten der Gäste habe sich aber wesentlich verändert. „Wir bekommen oft Buchungen erst kurz vor dem Besuch, aber Hauptsache die Leute wollen wieder ins Hotel und die Firmen wollen wieder Seminare machen“, so der Generalmanager. Vor allem Gruppen würden um kurze Stornofristen bitten.

Dank einer Hotelpartnerschaft mit der Berufsschule Waldegg, die nicht alle ihre Schüler vor Ort unterbringen kann, sei man auch in Corona-Zeiten teilweise ganz gut ausgelastet gewesen. Seit März sei das Haus einmal ganz und dreimal zu 90 Prozent ausgelastet gewesen. Die ersten zwei Öffnungswochen hätten eine deutlich bessere Buchungslage gebracht.

Für Eva-Maria Holzbauer-Schwartz, Geschäftsführerin des Neustädter „Hotel Zentral“ am Hauptplatz, merkt man jetzt endlich, „dass sich etwas tut. Derzeit sind aber fast ausschließlich Berufsreisende bei uns, Touristen fehlen noch.“ Aber die Buchungen nehmen zu, „wir haben jetzt die erste Gruppenbuchung bestätigt bekommen, das freut uns sehr.“ Im Sommer rechne man schon wieder mit Touristen auf der Durchreise oder Radfahrern, „die in Wiener Neustadt hängen bleiben“.

Noch vorsichtig bei Buchungen

Die Leute seien aber immer noch sehr vorsichtig beim Buchen. „Fast alle wollen kurze Stornobedingungen und bei Individualtouristen können wir das auch machen.“

Groß ist die Freude auf die Gäste bei den Mitarbeitern des Naturparks Hohe Wand. „Jetzt hoffen wir, dass auch das Wetter mitspielt“, schmunzelt Mitarbeiterin Selma Karnitsch. Mit einem extrem großen Ansturm in den Ferien rechnet man aber nicht. „Es wird sicher alles im Rahmen bleiben“, so Karnitsch. Im Naturpark selbst gibt es bei einer Größe von 2.000 Hektar keine Corona-Beschränkungen, in den Gaststätten auf der Hohen Wand gilt allerdings die „3G“-Regel. Einen Appell möchten die Mitarbeiter des Naturparks jedoch schon an ihre Besucher richten: „Es wäre schön, wenn der Müll nicht in der Natur landen würde.“

Der Naturpark Hohe Wand zählt wie viele weitere Attraktionen im Bezirk zur Tourismusdestination „Wiener Alpen“. Hier blickt Geschäftsführer Markus Fürst positiv auf den bevorstehenden Sommer: „Die etablierten Unterkunftsgeber haben bereits ‚volle Bücher‘. Darüber hinaus gibt es viele Quartiere mit freien Kapazitäten und der Zuversicht, dass sich die Betten im Laufe der nächsten Wochen füllen werden.“ Viele Betriebe bieten zudem „mit ihren flexiblen Stornobedingungen für maximale Sicherheit bei der Urlaubsbuchung“, so der „Wiener Alpen“-Geschäftsführer.

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