Gastronomie: 3G-Kontrollen funktionieren. Für die Gastronomie in der Wiener Neustädter Innenstadt sowie im Bezirk läuft es derzeit gut. Keine Probleme bei Kontrollen.

Von Tanja Barta, Vanessa Maurer und Franz Stangl. Erstellt am 28. Juli 2021 (05:43)
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Die Gastwirte in der Wr. Neustädter Innenstadt können über die derzeitige Auslastung nicht klagen. Die Angst vor einer vierten Welle ist aber bei allen da.
Baldauf, Baldauf

Die Wirte in Niederösterreich hat die Corona-Pandemie mitunter am härtesten getroffen. Seit einigen Wochen sind die Pforten zu den Gaststätten aber wieder geöffnet. Die NÖN erkundigte sich, wie es den Gastronomen mit den Corona-Maßnahmen, wie beispielsweise der 3G-Regel, der Kundenfrequenz und dem Personalmangel, geht.

Simone Pichler vom Siegl’s Pub am Hauptplatz ist, was die Kontrolle der 3G-Regel betrifft sehr streng und es funktioniere auch gut: „Wir haben uns auf ein altes Handy eine App heruntergeladen, die den QR-Code scannt. Dadurch sehen wir auch gleich, ob er gültig ist oder nicht.“

Ab und zu gibt es aber sehr wohl Kunden, die sich setzen und keinen 3G-Nachweis haben, diese werden aber auch gebeten zu gehen, wie Pichler erzählt: „Ich möchte, dass sich meine Gäste und mein Personal sicher fühlen. Entweder die Gäste gehen dann noch am Marienmarkt testen oder sie können gehen.“ Wichtig ist für sie, dass die Leute die Maßnahmen umsetzen, um so einem neuerlichen Lockdown zu verhindern.

Den Nachweis der 3G-Regel bekommt auch das Mary’s Pub von Maria und Andreas Lechner immer zu sehen. Auch mit Jugendlichen gibt es keine Probleme, allerdings bereitet Maria Lechner eine Sache Bauchweh: „Leider haben wir letztens mitbekommen, dass ein paar Jugendliche darüber geredet haben, dass sie wissen, wo sie gefälschte Zertifikate herbekommen. Das ist natürlich beunruhigend.“

Gäste bleiben im Mary’s Pub keine aus, es ist fast wie vor Corona und auch die Umsätze sind identisch. Was das Personal angeht, sind sie soweit gut aufgestellt, allerdings treten sie bei Einstellungen derzeit auf die Bremse: „Ich weiß ja nicht, wie der Herbst wird“, so Lechner, „uns ist an Verschärferungen alles recht, solange wir offen haben dürfen.“

Keinerlei Probleme beim Kontrollieren der 3G-Regel gibt es auch bei Hans Fromwald vom Hubertushof Fromwald in Bad Fischau. Zwar hält es bei einer größeren Gästegruppe manchmal auf, aber es funktioniert gut.

Allerdings bleiben die größeren Gruppen und Veranstaltungen eher sporadisch bis komplett aus, erkennt Fromwald: „Es sind eher kleinere Gruppen, die kommen und wir haben auch mehr Mittagstische als sonst. Die Leute haben einfach eine Freude am Rausgehen.“ Personalmangel spürt Fromwald dieses Jahr keinen, zwar ist die Einstellung, an Wochenenden zu arbeiten immer noch schwierig, aber heuer geht es. Sorgen bereitet ihm der Herbst und eine mögliche vierte Welle.

Gastronom Josef Schmutzer, er betreibt das Gasthaus Schmutzer in Winzendorf, sieht die 3G-Kontrollen zwar als Aufwand, aber: „Es ist handelbar. Die Leute, die zu uns kommen, haben meistens schon ihren Nachweis parat.“ Mit dem derzeitigen Betrieb ist er zufrieden, auch Personalmangel sei kein Thema, „da wir ein kleines Team sind und das wollen wir auch so beibehalten.“ Der herannahende Herbst mache ihm aber ebenfalls Sorgen: „Vor allem haben wir Angst, wieder mit der Maske servieren zu müssen!“

Durchwachsen läuft das Geschäft beim Dorfwirten in Hollenthon. Die schwierige Zeit ist noch lange nicht zu Ende: „Viele Leute haben Angst vor der vierten Welle. Der Juli war gut, aber im August ist es schon ganz ruhig. Da traut sich keiner bestellen“, so das Wirtepaar Gerhard und Andrea Posch. Sie befürchten, dass die Feste, die früher im Wirtshaus gefeiert wurden, weiterhin im privaten Bereich stattfinden: „Die Leute feiern zu Hause in ihren Garagen!“

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