„Hausaufgaben“ für die Genossen

Erstellt am 01. Februar 2023 | 04:24
Lesezeit: 2 Min
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Spitzenkandidat Rainer Spenger und Bezirksobfrau Petra Tanzler analysieren am Wahlabend die Ergebnisse.
Foto: Hacker-Walton
Spitzenkandidat Rainer Spenger will nach Niederlage auch Strukturen überdenken.
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Vizebürgermeister Rainer Spenger redet in der Nachwahl-Analyse nicht um den heißen Brei herum: „Das Ergebnis ist eine Niederlage, das ist klar“, sagt Spenger. Für die Sozialdemokraten sei nun auf mehreren Ebenen geboten, „viele Hausaufgaben zu erledigen“: Neben der personellen Neu-Besetzung an der Spitze der Landespartei (siehe Wahl-Extra) müsse man auch „über eine neue Art des Wahlkampfs und auch weiter über die Strukturen der Partei nachdenken“, ist Spenger überzeugt.

Er sieht für seine Arbeit im Landtag – Spenger zieht als Siebter der Landesliste ein – trotzdem Positives im landesweiten Resultat: „Das generelle Wahlergebnis ermöglicht trotzdem die Chance zur Veränderung in Niederösterreich. Und das ist auch dringend notwendig, denn die Menschen haben sich eine ehrliche Politik verdient.“

Ein Blick auf die Ergebnisse im Bezirk zeigt, dass die FPÖ in einigen traditionell „roten“ Gemeinden stark punkten konnte: In Eggendorf, Sollenau und Theresienfeld – allesamt Gemeinden, in denen die SPÖ Bürgermeister-Partei ist – kam die FPÖ mit einmal 36 und zwei Mal 32 Prozent auf den ersten Platz vor der SPÖ, die 26 bzw. zwei Mal 29 Prozent der Stimmen erhielt. In Ebenfurth, wo der bisherige Landtagsmandatar Alfredo Rosenmaier Bürgermeister ist, verlor die SPÖ 19 Prozentpunkte – und liegt mit 31,55 Prozent nur noch knapp vor der FPÖ (30,23 %).

Bezirksparteiobfrau Petra Tanzler meint, die Genossen seien mit ihren Themen nicht durchgekommen: „Wir hatten als einzige Partei zu den derzeitigen Problemen nicht nur die Themen angesprochen, sondern auch Lösungsvorschläge, die im Land NÖ umsetzbar sind. Das Bundesthema Asyl hat alles überlagert, ist in NÖ jedoch gar nicht lösbar.“

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