Blank: „Zeit mit vielen Herausforderungen“. Sylvia Blank, seit mittlerweile zehn Jahren Mitglied des Hochwolkersdorfer Gemeinderates und seit wenigen Monaten Bürgermeisterin, führt die SPÖ am 27. September als Spitzenkandidatin in die Gemeinderatswahl. Mit der NÖN sprach sie über Erfahrungen aus ihrer bisherigen Amtszeit, ihren Kontrahenten der ÖVP und über Fehler der eigenen Partei.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 16. September 2020 (07:05)
SPÖ-Spitzenkandidatin Sylvia Blank.
Philipp Grabner

Es sei eine Zeit mit sehr vielen verschiedenen Herausforderungen gewesen – so bilanziert Sylvia Blank ihre ersten Monate als Hochwolkersdorfer Bürgermeisterin. Nach dem Rücktritt von Erwin Karner übernahm die vormalige Vizebürgermeisterin im Frühjahr interimistisch die Geschäfte, ehe sie wenig später selbst zur Chefin aufstieg. Geht es nach ihr, führt sie diesen Job auch nach der Wahl in zwei Wochen aus. „Mein Ziel ist klar – und ich bin auch wirklich guter Dinge, dass ich gemeinsam mit meinem Team diese Wahl gewinne“, sagt sie im großen NÖN-Interview. 

Thematisch nennt die 41-jährige kaufmännische Angestellte die Modernisierung des Volksschul- und Kindergartenbereichs, einen neuen Raumordnungsplan, einen modernen Bauhof sowie die Schaffung von neuem Wohnraum als wichtigste Ziele. Die Frage, ob die SPÖ in den letzten Monaten – im Speziellen nach der Wahl im Jänner – auch Fehler gemacht habe, bejaht Blank. „Wir haben ja etliche Koalitionsgespräche geführt – und unsere Aussendung, betreffend der Zusammenarbeit mit Erwin Karner unter dem Motto ,Übertritt zur SPÖ', war sicher auch nicht ganz richtig formuliert. Seine Liste hätte ja weiterhin bestanden“, blickt Blank auf die turbulenten Ereignisse rund um den ,,Wechsel" des vormaligen Bürgerlistenchefs zur SPÖ im Frühjahr zurück. Nach der Wahl hofft sie auf eine gute Zusammenarbeit der Parteien: ,,Wir wollten dieses Miteinander zuvor schon, aber das kam von der ÖVP einfach zu wenig."

Was die Bürgermeisterin über ihren ÖVP-Kontrahenten sagt, ob sie sich das Splitten der Spitzenfunktionen nach der Wahl vorstellen könnte und wie sie den Wahlkampf in der Quarantäne erlebte, lest ihr exklusiv in einem großen Interview in der Print-Ausgabe der Wiener Neustädter NÖN, seit heute erhältlich.