Krumbach

Erstellt am 10. Januar 2019, 15:28

von Victoria Schmidt

Mordverdächtiger war amtsbekannt. Nach dem tragischen Mord am Mittwochabend in Krumbach (Bezirk Wiener Neustadt-Land) - ein 42-Jähriger soll seine Ex-Lebensgefährtin (50) mit einem Messer angegriffen und mehrmals zugestochen haben - werden immer mehr Details bekannt.

In diesem Haus trug sich die Tragödie zu.  |  Patrik Lechner/Einsatzdoku.at

Der 42-jährige Mann und die 50-jährige Frau lebten seit zirka einem Jahr getrennt, er hatte sich eine Wohnung wenige Straßen vom Wohnhaus seiner Ex-Lebensgefährtin genommen. Immer wieder war er wegen Stalkings und gefährlicher Drohung aufgefallen - bis es am Mittwochabend zu den dramatischen Szenen kam.

Die 50-Jährige dürfte gerade nachhause gekommen und das Garagentor geöffnet haben, als es zu der Messerattacke kam. Insgesamt sechs Messerstiche kosteten der Frau schließlich das Leben. Der Mann flüchtete und wurde vom Sondereinsatzkommando der Cobra gesucht - er soll in seiner Wohnung aufgefunden worden sein. Laut Polizeiauskünften zeigt er sich geständig. Die Tatwaffe wurde am Donnerstag noch mit Polizeihunden gesucht.

Autos in Krumbach beschädigt

Heute, Donnerstag, hätte es in Wiener Neustadt zu einem Gerichtstermin wegen einer Räumungsklage gegen den vermeintlichen Mörder kommen sollen. Außerdem wurde bekannt, dass der Mann auch im Verdacht steht, während der Weihnachtsfeiertage Autos in Krumbach beschädigt zu haben. Die Einvernahme dazu wäre ebenfalls heute geplant gewesen.

Zudem soll es ein Annäherungsverbot zu einer weiteren Ex-Partnerin des 42-Jährigen gegeben haben. Via Facebook hat der Mann immer wieder Drohungen geäußert. Besonders erschütternd wirkt in diesen Stunden etwa einer seiner geteilten Beiträge vom 2. Dezember 2018, ein Bild mit den Worten: "Ich verteidige was ich liebe bis auf's Blut".

Der etwa 15-jährige Sohn der Getöteten befand sich zum Zeitpunkt des Mordes nicht zuhause, sondern im Internat seiner Schule im Burgenland.

Patrik Lechner/Einsatzdoku.at