Neue Filteranlage gegen den Gestank. Geruchsbelästigung in der Breitenauer Siedlung in Wiener Neustadt soll geringer werden.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 14. Januar 2020 (05:35)
Die Abfallbehandlungs-Firma „FCC Wiener Neustadt Abfall Service Gesellschaft m.b.H.“ (ehemals ASA) reagiert auf Beschwerden der Anrainer –
bis Mai soll es eine neue Filteranlage geben.

Die Abfallbehandlungsanlage in der Breitenauer Siedlung hat in den vergangenen Jahren oft für Unmut bei den Anwohnern gesorgt, nicht zuletzt aufgrund der Beeinträchtigung durch die Abluft. Dieses Problem soll jetzt gemildert werden: Mit einer neuen Biofilteranlage, die bis Mai – also vor dem Sommer, in dem die Geruchsbelästigung meist besonders intensiv ist – fertiggestellt werden soll, wird die Kapazität zur Behandlung der Abluft verdreifacht.

Die Filteranlage ist mobil, kann also mitgenommen werden, sollte die gesamte Anlage abgesiedelt werden – was nach wie vor das Ziel der Stadt ist. „Als Stadt sahen und sehen wir uns immer als Vermittler zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, dem Unternehmen und dem Land NÖ als zuständige Behörde. Dabei ist uns gemeinsam in den letzten Jahren einiges gelungen.

Stadt strebt weiterhin Absiedlung der Anlage an

Mit der Biofilteranlage setzt das Unternehmen nun den nächsten – aus meiner Sicht – sehr wichtigen Schritt in die richtige Richtung“, sagt Bürgermeister Klaus Schneeberger zur NÖN: „Eines ist aber klar: Das Ziel der Stadt Wiener Neustadt ist weiterhin eine Absiedelung des Unternehmens aus dem Wohngebiet. Wir haben da auch bereits ein Grundstück angeboten und stehen in Verhandlungen, die aber bislang noch keine Einigung ergeben haben. Ich verspreche den Anrainern der Breitenauer Siedlung, dass wir bei diesem Thema weiterhin so konsequent am Ball bleiben wie in den letzten Jahren.“

In den vergangenen Jahren wurde auch schon die Videoüberwachung des Einfahrtstores installiert, nachdem es den Vorwurf gab, dass dieses öfter offen ist. Zudem wurden „Nebeltests“ von Sachverständigen durchgeführt, weil es den Verdacht gab, dass die Gebäudehülle nicht ganz dicht ist.