Hochwasserschutz: Hans Rädler für Rückhaltebecken. Variante eines Rückhaltebeckens samt Firmenerweiterung von Hamburger in Pitten hat noch immer Gegenwind. Erlachs Bürgermeister Hans Rädler ist jedoch dafür.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 20. Mai 2019 (05:42)
ÖVP-Bürgermeister Hans Rädler vor der Pitten: „Rückhaltebecken notwendig.“
Wrede

Das Thema Hochwasserschutz für die drei Gemeinden beschäftigt schon seit einigen Jahren. Eine Variante ist: Die Firma Hamburger baut auf ihrem Areal in Pitten aus und errichtet dort gleichzeitig auch ein Rückhaltebecken für den Fall eines Hochwassers.

Ein Rückhaltebecken in Pitten, gesichert durch einen Damm und verbunden mit einer Erweiterung der Betriebsstätte der Firma Hamburger, sieht Bad Erlachs Bürgermeister Hans Rädler als effektivste Lösung für den Ausbau des Hochwasserschutzes im Pittental an. „Die Sicherung von Arbeitsplätzen bei der Firma Hamburger durch die mögliche Erweiterung des Firmengeländes muss einen hohen Stellenwert haben. Hamburger wird einen Großteil der Kosten für die Hochwasserschutzmaßnahmen übernehmen. Es muss zudem Rücksicht auf die Interessen der Grundbesitzer genommen werden, denn für die bäuerlichen Betriebe geht es hier ebenfalls um Arbeitsplätze und um die Sicherung der Existenz.“

Allerdings gibt es (vor allem in Pitten) auch Widerstand gegen diese Pläne, etwa von der Bürgerinitiative „Wir für Pitten“ als auch den Grünen. Sie sprechen sich auch gegen eine Erweiterung der Firma Hamburger (befürchten erhöhte Umweltbelastung) aus, hätten lieber eine Mauer als Schutz gegen eventuelle Wassermassen. Rädler: „Sich schon jetzt auf den Bau einer Stützmauer oder eines Dammes festzulegen, wäre eine Schnapsidee. Welche technische Lösung die bessere ist, müssen Experten klären.“

Volksbefragung zum Thema Bausperre

Am kommenden Sonntag gibt es in Pitten zu dem Thema eine Volksbefragung: Im Raum steht eine Bausperre für die Firma Hamburger für die Dauer von 15 Jahren, Erweiterung und Hochwasserbecken wären damit gestorben – allerdings ist die Volksbefragung nicht bindend für die Politik, sondern vielmehr ein „Stimmungsbarometer“.

Für Hans Rädler ist klar: „Ein Nein zur Bausperre in Pitten, ist ein Ja zum Hochwasserschutz. Unausgereifte Mauerprojekte könnten zum schnelleren Abfluss und damit zu einer extremen Gefahr für die Gemeinden werden, die flussabwärts von Pitten liegen.“

Laut einem aktuellen Gutachten, welches Hans Rädler vorliegt, könnten in Bad Erlach durch ein „Jahrhunderthochwasser“ trotz der bereits erfolgten Maßnahmen Schäden in der Höhe von sechs Millionen Euro entstehen, circa 200 Personen wären davon betroffen.