Erstellt am 28. März 2011, 00:00

„Conrads war ein Großer“. IM GESPRÄCH /  Die NÖN traf Peter Fröhlich, er führt durch die Heinz Conrads-Matinee, zu einem Interview in Wiener Neustadt.

Foto: Franz Baldauf , 21.03.2011 , Schauspieler Peter Fröhlich  |  NOEN
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VON DANIELA FILZ

Peter Fröhlich, geboren als Peter Fritsch und allen als Schoitl aus der Serie Kaisermühlenblues bekannt. Er kennt sich nach wie vor gut aus in Wiener Neustadt, war doch das Stadttheater die erste Bühne, die er als 10-Jähriger betrat. Seither stand er in Wien und auch in vielen Städten Deutschlands auf der Bühne. Aktuell gibt er in „Ich war noch niemals in New York“ die Hauptrolle als Otto Staudach.

Peter Fröhlich: „Heinz  Conrads war ein Großer“

Am 3. April steht er wieder in Wiener Neustadt, bei der Heinz Conrads-Matinee, auf der Bühne. Doch eines stellt er gleich klar: „Ich habe mit ’Fröhlich am Samstag‘ nicht Heinz Conrads' Platz, sondern nur den Sendeplatz eingenommen.“ Conrads hat er sehr geschätzt und war auch gut mit ihm befreundet: „Conrads war ein Großer.“ Was nur mehr die Wenigsten wissen, Fröhlich wuchs nur unweit von Wiener Neustadt auf – nämlich in Pitten. Im Kino beim Gasthaus Unger stellte er im Alter von nur vier Jahren fest, dass er Schauspieler werden möchte: „Ich sah mit meiner Mutter den Film ’Der weiße Traum‘ – ich wurde ohnmächtig, da mich der Film so beeindruckte.“ In Pitten hatte er auch seine erste Liebe: „Ich war mit sechs Jahren soooo verliebt – Monika hieß sie. Nach vierzig Jahren habe ich sie wiedergesehen und mir gedacht ’Naja’. Sie wird sich auch dasselbe von mir gedacht haben.“

Nach der Matura in Wiener Neustadt begann er, seiner Mutter zu liebe, ein Jus-Studium. Doch sein Interesse galt immer der Schauspielerei, und schon bald konnte er die ersten Erfolge feiern, und das Studium wurde zur Nebensache.

„Der Vergleich mit Bezirksrat  Schoitl nervt mich nicht“

Seit rund fünfzig Jahren ist der 72-Jährige bereits in München zu Hause, trotzdem stand er allerorts bei 5.600 Vorstellungen auf der Bühne. Die Rolle des Schoitl war die bekannteste, und er wird jetzt auch noch oft so angesprochen: „Das nervt mich nicht. Er war ein Schlitzohr-Politiker – die Leute lieben solche Rollen.“ Bei der aktuellen Udo Jürgens-Musical-Produktion steht er als Hauptdarsteller mit einem „wunderbaren Ensemble“ auf der Bühne. Auch dort hat er Fans, die das Stück schon 89 mal gesehen haben. Bei der Matinee über den „zerrissenen, ehrlichen und religiösen“ Heinz Conrads wird er Ausschnitte aus dessen Leben präsentieren – Fröhlich freut sich bereits sehr darauf.

Der gebürtige Pittener will nun wieder „back to the roots“: „Ich würde gerne in Pitten oder Umgebung ein Haus mieten – am besten am Wald gelegen, mit einem Garten.“ Angebote können an cordial@chello.at übermittelt werden.

Sonntag, 3. April (11 Uhr)
Stadttheater Wiener Neustadt
mit Peter Fröhlich, Erika Conrads, sowie Trude Marzik
Musik: Erich & Marion Zib, Brigitta Karwautz und „Die Fischabachl-Musikanten“
Beim Gespräch mit Peter Fröhlich in Wiener Neustadt.