Viele Fälle in Sollenau: Abwasser wird jetzt untersucht. Das Land prüft die Kläranlage auf Häufungen und Mutationen, auch die TU Wien wurde zu einer Studie eingeladen.

Von Doris Damböck. Erstellt am 17. Februar 2021 (05:12)
Symbolbild
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Die Infektionszahlen in der Gemeinde sind zuletzt stark nach oben gegangen. Aktuell haben sie sich aber eingependelt: Mit Stand Dienstag waren 32 Sollenauer mit dem Virus infiziert.

Dabei dürfte es sich aber nicht um ein Corona-Cluster handeln, sondern um voneinander unabhängige Ansteckungen im familiären Umfeld. „Bei den neu Infizierten sind viele Familien mit Kindern dabei“, so SPÖ-Bürgermeister Stefan Wöckl. Da seien gleich einmal zwei Erwachsene und mehrere Kinder davon betroffen. Somit schnellen die Zahlen natürlich nach oben.

Seit der Vorwoche gibt es im Leopold Grünzweig-Zentrum immer Montag, Mittwoch und Freitag die Möglichkeit für einen kostenlosen Antigen-Test.

Bürgermeister Stefan Wöckl (SPÖ). Franz Baldauf
CDC-Alissa Eckert;Dan Higgins

Trotz der höheren Fallzahlen gibt es eine überraschende erste Bilanz: „An den ersten drei Tagen wurden insgesamt 1.200 Leute getestet, 90 Prozent der zu testenden Personen stammten aus Sollenau. Es war aber kein einziger positiver Fall dabei“, informiert der Ortschef. Das erste positive Ergebnis gab es am Montag dieser Woche bei weiteren 430 Tests.

Aufgrund der Fallzahlen und weil Sollenau eine größere Wassereinflussmenge aufweist, finden vom Land NÖ nun wöchentliche Überprüfungen der Kläranlage statt. Dabei sollen mögliche Häufungen oder Mutationen herausgefiltert werden. Diese Überprüfungen werden unter anderem auch in Felixdorf und Theresienfeld, insgesamt in allen acht Verbandsgemeinden der Kläranlage durchgeführt.

Unabhängig davon wurde von der Gemeinde Sollenau die Technische Universität Wien eingeladen, um im Rahmen einer Studie Proben aus dem Abwasser zu entnehmen. „Diese Ergebnisse werden aber erst in drei Wochen da sein“, so Wöckl.