Wiener Neustadt lässt Schanigärten auch im Winter offen. Stadtregierung ermöglicht Wirten gebührenfreie Schanigärten. Erste NÖN-Umfrage ergab: Gastro ist begeistert.

Von Mathias Schranz. Update am 15. September 2020 (16:52)
Symbolbild
APA/Herbert Pfarrhofer

Die Schanigärten können heuer auch im Winter öffnen. Darauf einigte sich die bunte Stadtregierung. ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger: „Wir setzen damit den nächsten Schritt zur Unterstützung unserer lokalen Unternehmen – im konkreten Fall der Gastronomen. Außerdem helfen wir damit aber auch den Gästen, die es bei schönem Winterwetter genießen werden, im Schanigarten zu sitzen und sich sicherer zu fühlen, weil die Abstände besser einzuhalten sind und das Virus im Freien weniger Infektionsgefahr darstellt.“

Die Regeln: Die für den Sommer bestehende Befreiung der Gebühren wird auch im Winter fortgesetzt, die Schanigärten dürfen bis 24 Uhr geöffnet haben.

Die Beheizung ist nur mit Elektrostrahlern erlaubt, die Gastronomen müssen für die Schneeräumung sorgen. Eine Nachricht, die beispielsweise bei den Lokalbesitzern am Wiener Neustädter Hauptplatz gut ankommt. „Solange es die Witterung erlaubt, werden wir das sicher machen. Die Gäste sind vorsichtig, sitzen lieber im Freien“, sagt etwa Kaffeehausbesitzer Heinz Ferstl.

Christian Spritzendorfer vom Café Jedermann ist der selben Meinung und sieht noch weitere Vorteile: „Da uns auch noch das Rauchergesetz zu schaffen macht, werden hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ich werde meinen Schanigarten sicher auch im Winter öffnen.“

Ähnlich sieht es Samuel Osipov vom „Elit“: „Wenn es so ein milder Winter wie im Vorjahr wird, ist es optimal für uns.“ Öffnen will man auch im Café Eterno, die das – allerdings gegen Gebühren – schon die letzen Jahre gemacht haben. „Die Gäste haben das gut angenommen, vor allem, wenn die Sonne rauskommt. Wir sind auf alle Fälle wieder dabei.“

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