Zuordnungsfehler bei Testergebnissen aus Hagenbrunn. Bei Ergebnissen von Tests auf Coronavirus-Infektionen im Logistikzentrum der Post in Hagenbrunn ist ein Zuordnungsfehler passiert.

Von APA, Redaktion. Update am 19. Mai 2020 (20:11)
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Einem Labor in Wiener Neustadt zufolge geht es konkret um zwei Fälle, die ursprünglich negativ gemeldet und nunmehr auf positiv korrigiert worden seien. Zwei zunächst positiv zugeordnete Fälle seien auf negativ gestellt worden.

Nach den ersten bestätigten Infektionen in Hagenbrunn sind dem Labor zufolge mehrere Testreihen zur Überprüfung aller Mitarbeiter durchgeführt worden. Der Zuordnungsfehler betreffe eine Testreihe, die etwa zwei Wochen nach den ersten Fällen in dem Logistikzentrum durchgeführt worden sei.

"Der Fehler entstand beim Eintrag der Testergebnisse in die Arbeitsliste", teilte das Labor den Behörden des Landes Niederösterreich und der Stadt Wien mit. Von den Mitarbeitern seien in den vergangenen Wochen Tausende Tests fehlerfrei durchgeführt worden. "In diesem absoluten Ausnahmefall" sei dem Team ein Fehler unterlaufen, "den wir zutiefst bedauern". Durch die laufenden Evaluierungen sei die menschliche Fehlleistung am Dienstag entdeckt und unverzüglich gemeldet worden.

Polizeisprecher: sollen Anfangsverdacht überprüfen

Die Wiener Polizei ist beauftragt worden, einen Anfangsverdacht zu überprüfen, wonach mehrere Flüchtlinge die Quarantäne-Anordnung ignoriert haben und über die Leiharbeitsfirma trotz amtlichem Bescheid in den Verteilzentren der Post in Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg) und Inzersdorf gearbeitet haben sollen. Das sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger am Abend zur APA.

Das sei nach den Bestimmungen der Strafprozessordnung (StPO) noch kein Ermittlungsverfahren. Aber der Anfangsverdacht stehe im Raum. Medienberichten zufolge geht es dabei unter anderem um den Paragrafen 178 StGB - vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten.