Betrug mit 40 unterschiedlichen Namen. Pärchen erschlich sich mit falschen Identitäten im Internet Waren im Gesamtwert von 13.942 Euro.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Mai 2021 (03:23)
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Ein Pärchen aus Ebenfurth stand wegen mehrfachem Betrug vor Gericht, weil die zwei unter 40 falschen Identitäten im Internet bestellt und auch unter einem falschen Namen zwei Handyverträge abgeschlossen haben. Unter anderem wurden in Internet-Apotheken 29 Mal Hygieneartikel, Babypflegeprodukte und Co. gekauft und um über 10.900 Euro Kaffeekapseln. Auf die Frage, was sie damit gemacht haben, antwortete die Frau, 22, dass sie den Kaffee über „Willhaben“ weiterverkauft hat. „Irgendwann habe ich mir eine gebrauchte Kapselmaschine gekauft und einen Teil selbst getrunken.“ Die Mutter von vier Kindern hat auch viel Kleidung bestellt, „aber nur für meine Kinder“.

„Keine Unterstützung und kein Job“

Sie gab an, dass beide bestellt haben, aber „er hat zuerst immer gesagt, ich soll damit aufhören. Aber wir hatten keine Unterstützung, keinen Job.“ Zuerst habe sie auf ihren Namen bestellt, dann auf die falschen Namen, aber immer auf ihre eigene Adresse. Dekoartikel und Haushaltswaren habe sie auch viel weiterverkauft. Die zwei Handyverträge wurden im Fischapark abgeschlossen, dabei haben die beiden den Namen einer Freundin verwendet, „weil wir keinen Vertrag bekommen hätten“. Auch bei der Bezahlung der Miete seien sie in Verzug gekommen, mittlerweile mussten sie die Wohnung räumen.

Die nicht rechtskräftigen Urteile: Für den schon vorbestraften Mann, 24, gab es 21 Monate, davon sieben unbedingt plus drei Monate Widerruf. Die Frau wurde zu acht Monaten bedingt verurteilt.