Ein „Ja“ fehlte zur rauchfreien Gastro. Ortschef Richter wollte Lichtenwörth zur rauchfreien Gemeinde machen. Bis auf eine waren alle Gastronomen mit an Bord.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 14. August 2018 (04:31)
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SPÖ-Bürgermeister Harald Richter wollte Lichtenwörth zu einer „Rauchfreien Gemeinde“ machen. Der Plan liegt aber jetzt aber auf Eis: Wie der Ortschef auf NÖN-Anfrage erklärte, gab es zusammen mit den Ärzten Stefanie Heissenberger, Johann Pidlich und Josef Leitner Gespräche mit den Gastronomen, ob ein Rauchverbot in geschlossenen Räumen für die Betriebe denkbar wären.

Während die Gastwirte Johann Halbwax, Johann Prandl und Hermann Felber sich einig waren, ein Rauchverbot durchzusetzen, wenn alle an einem Strang ziehen, will Andrea Palfi vom Café Nadelburg ihren Gästen das Rauchen nicht verbieten.

Ein generelles Rauchverbot in Österreich würde die Café-Betreiberin nicht stören, aber dass nur in Lichtenwörth nicht mehr geraucht wird, sieht die Sopronerin problematisch. Sie befürchtet, dass ihre Gäste dann in andere Kaffeehäuser ausweichen würden: „Die Leute gehen dann nach Wiener Neustadt oder woanders hin.“ Die Entscheidung Palfis löste einen Domino-Effekt aus: Wenn das Café Nadelburg nicht mit im Boot sitzt, wollen auch die anderen Gastwirte das Rauchverbot nicht einführen. „Entweder alle oder gar keiner“, meinte zum Beispiel Hermann Felber.

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“

Für SPÖ-Bürgermeister Harald Richter ist das Thema aber noch nicht vom Tisch: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“ Der Ortschef möchte weiterhin daran arbeiten, dass Lichtenwörth eine rauchfreie Gemeinde wird. Auch im Gemeindesaal soll bei Bällen und Veranstaltungen nicht mehr geraucht werden.

Bei den Heurigenbesitzern gibt es laut dem SPÖ-Bürgermeister ebenfalls verschiedene Meinung zum Rauchverbot. Jedoch sei – anders als bei den Gasthäusern – durch die gestaffelten Öffnungszeiten kein wirklicher Konkurrenzdruck gegeben.