Stadt stellt klar: Spielplätze gesperrt, Parks offen. Bei der neuen "Helpline" gab es in den ersten vier Tagen rund 100 Anfragen. Kinderbetreuung wird ab sofort ab einem angemeldeten Kind durchgeführt.

Von Red. Wr. Neustadt. Erstellt am 20. März 2020 (14:44)
In Wien werden Spielplätze behördlich gesperrt
APA (dpa)

Die Stadt Wiener Neustadt informiert mit dem aktuellsten Update bezüglich aller Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.

VORWEG: Die Bundesregierung hat bekannt gegeben, dass alle aktuelle Maßnahmen bis zum Ostermontag (13. April) verlängert werden!

1. Spielplätze in der Stadt gesperrt, Parks offen

Da es in den letzten Tagen Missverständnisse in der Auslegung der Maßnahmen der Bundesregierung bezüglich Parks und Spielplätzen gegeben, hat hier noch einmal zur Klarstellung die Situation in Wiener Neustadt:

  • Die städtischen Kinderspielplätze sind gesperrt und dürfen nicht genutzt werden. Dies gilt auch für die Fußballkäfige und Freiräume.
  • Die Parks sind allesamt frei zugänglich – natürlich unter der Maßgabe aller anderen Sicherheitsbestimmungen (Abstand halten, keine größeren Menschenansammlungen, etc.).

2. Schulische Früh- und Nachmittagsbetreuung

  • In den Volksschulen der Stadt wird auch weiterhin die Früh- und Nachmittagsbetreuung für die Kinder angeboten.
  • Eine Anmeldung dazu muss bitte unbedingt bei der Direktionen erfolgen.
  • Beide Betreuungsformen werden ab sofort ab EINEM angemeldeten Kind durchgeführt, damit bei Eltern aus „Schlüsselberufen“ (Hilfskräfte, Einsatzkräfte, Pflegepersonal, ec.) eine Betreuung der Kinder sichergestellt ist.
  • Essen wird derzeit keines organisiert. Die Eltern werden ersucht, den Kindern eine zweite Jause mitzugeben.
  • Die Ferienbetreuung in den Osterferien wird ausschließlich dem definierten Personenkreis (Hilfskräfte, etc.) angeboten.

3. „WIR Neustadt – Helpline“

Die „WIR Neustadt – Helpline“ zur Unterstützung von älteren und wegen des Coronavirus stark gefährdeten Personen bei Einkäufen oder Apotheken-Besorgungen läuft seit 16. März.

Nach knapp einer Woche kann eine erste Bilanz gezogen werden:

  • In den ersten vier Tagen gab es rund 100 Anfragen per Telefon und/oder Mail.
  • Bei vielen Anfragen ging es vorerst um die Abklärung des genauen Procederes.
  • Für rund 30 Personen werden derzeit Einkäufe und Besorgungen erledigt.
  • Die Zahlungsmodalitäten der Einkäufe werden zwischen der Hilfsperson und den Bürgerinnen und Bürgern direkt vereinbart. Bei Notwendigkeit springt auch das städtische Sozialservice ein, um individuelle Lösungen zu finden.

Zur Info: Die „WIR Neustadt – Helpline“ ist täglich, von 8 bis 18 Uhr, erreichbar und bietet älteren und stark gefährdeten Personen einen Einkaufsservice an, damit diese ihre Wohnung nicht verlassen müssen. Die Helpline ist unter 0 26 22 / 373 – 757 oder                                        wir-helpline@wiener-neustadt.at erreichbar.

4. „Essen auf Rädern“

  • Die Aktion „Essen auf Rädern“ wird auch während der Coronakrise fortgesetzt.
  • Es wurden auch hier verstärkte Sicherheitsmaßnahmen im Sinne aller Vorschriften ergriffen.
  • Seit Wochenbeginn gab es bei „Essen auf Rädern“ rund 20 Neuanmeldungen von älteren Personen, die nun das Haus für Lebensmitteleinkäufe nicht mehr so oft verlassen wollen.
  • Das Sozialservice der Stadt bietet aktuell an, kurzfristige Buchungen vorzunehmen.
  • Alle weiteren Infos: 0 26 22 / 373 – 736 bzw. sozialservice@wiener-neustadt.at.

5. Homeoffice-Betrieb des Magistrats

  • Auch die Bediensteten des Magistrats und der Tochtergesellschaften sind zu großen Teilen seit dieser Woche im Homeoffice, um die Leistungen der Stadtverwaltung weiterhin sicherzustellen.
  • Aktuell sind 164 Homeoffice-Zugänge angelegt und nutzbar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen wechseln sich meist in Schicht- und Rad-Diensten zwischen Anwesenheit im Büro und Homeoffice ab.