Wr. Neustadt: Ärger über „Ekel-Brot“. Einige Spaziergänger übertreiben es mit dem Entenfüttern, ganze Biomüll-Kübel werden am Ufer ausgeleert. Stadt will jetzt Infotafeln aufstellen.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 03. Februar 2021 (03:34)

Das Biotop in der Schmuckerau ist auch in der kalten Jahreszeit ein beliebter Treffpunkt für Eltern und Kinder – „Entenfüttern“ ist angesagt. Allerdings wird das auch oftmals übertrieben, wie ein Lokalaugenschein der NÖN beweist. Im Wasser schwimmen ganze Semmeln, am Ufer finden sich haufenweise Stellen mit Essensresten – kein schöner Anblick, dazu werden Ratten angelockt. Und eine Frau ärgert sich: „Ich kann mit meinem Hund dort keine Runde gehen, weil er immer alle Essensreste fressen will.“ Ausgeschüttet werden nicht nur Brot und Semmeln, sondern ganze Biomüll-Kübel. So finden sich ungeschälte Bananen und Orangen, Paprika oder Kürbisse beim Biotop.

Seitens der Stadt heißt es, dass man bemüht sei, die Speisereste zu entfernen – allerdings könne man nicht täglich sammeln gehen. Und Stadtgartenamtsleiter Florian Fux merkt an: „Das Füttern von Vögeln mit Essensresten ist grundsätzlich schlecht, da dies nicht deren natürlicher Nahrung entspricht und zu Verdauungsproblemen führt. Oft entstehen an den Futterplätzen unnatürlich große Ansammlungen von Tieren, dies fördert die Übertragung von Krankheiten. Vögel finden auch im Winter genügend Futter.“

Mit einer zusätzlichen Fütterung würde man nur den natürlichen Kreislauf stören. Um die Situation vor Ort zu verbessern, plant die Stadt Infotafeln aufzustellen.