Ex-Geschäftsführer kandidiert für ÖVP. Mit Matthias Zauner geht ein profilierter Jungpolitiker am 25. Jänner 2015 für die ÖVP ins Rennen.

Von Josef Kleinrath. Erstellt am 08. September 2014 (08:25)
Mathias Zauner tritt mit Christian Stocker bei den Gemeinderatswahlen für die Volkspartei Wiener Neustadt an. 2010, als Bezirksparteigeschäftsführer, hat er auf ein Antreten bei den Kommunalwahlen noch verzichtet.
NOEN, Fotos: privat/Baldauf
Als Bezirksparteigeschäftsführer ist er 2010 bei den Gemeinderatswahlen noch nicht für die ÖVP angetreten. Jetzt, als Abteilungsleiter Planung und Organisation der Volkspartei Niederösterreich macht er es: Matthias Zauner, 28 Jahre alt, längst Vollblutpolitiker.

Zauner stammt aus Horn, lebte drei Jahre in Belgien, dann in Wien, ehe ihn die Wahlwerkstatt 2006 zu den Nationalratswahlen eigentlich zufällig nach Wiener Neustadt brachte. Der empfindlichen Niederlage folgte 2008 ein Erfolg bei den Landtagswahlen, im Oktober 2008 wurde er mit 22 Jahren ÖVP-Bezirksgeschäftsführer in Wiener Neustadt, ehe ihn Ende des Vorjahres der Ruf aus der Parteizentrale in St. Pölten ereilte.

„In Wiener Neustadt wird alles parteipolitisch gesehen“

Jetzt pendelt er täglich in die Landeshauptstadt, Wiener Neustädter ist er aber geblieben: „Ich habe mich hier verwurzelt, fühle mich wohl und bin sehr integriert. St. Pölten war nie eine Option für mich.“ Es gebe kaum eine Stadt, die sich so weiterentwickeln könne, wie Wiener Neustadt: „Und dieser Hauptplatz, das ist Lebensqualität, die mir in St. Pölten abgeht. Einfach hingehen, draußen sitzen, Leute treffen.“

Dass es für ihn als „Zuagroasta“ nicht leicht wird, ist ihm bewusst: „Ich habe keine Familie hier, keine Verbindungen aus Kindergarten oder Schule.“ Dennoch ist er überzeugt, es über den Vorzugsstimmenwahlkampf in den Gemeinderat zu schaffen. Warum er dort hin will? „In Wiener Neustadt wird alles parteipolitisch gesehen. Deshalb ist es wichtig, dass die absolute Mehrheit fällt, damit eine Zusammenarbeit möglich wird.“

Weitere konkrete Projekte entwickelt

Außerdem stehe in Wiener Neustadt eher das Verhindern als das Ermöglichen – etwa bei Veranstaltungen –  im Vordergrund. Und Zauner ist überzeugt, dass für junge Menschen in dieser Stadt mehr drinnen sei: „Die Stadt baut einen teuren Beachvolleyballplatz am Rande der Stadt, ich habe mit dem Tuesday Nightskating eine Sportveranstaltung etabliert, die alle Schichten und Altersstufen anspricht und in die Stadt herein bringt.“ Und er werde in den nächsten Tagen und Wochen weitere konkrete Projekte gemeinsam mit dem Volkspartei-Team für die kommenden fünf Jahre entwickeln.