Fall Wastl: U-Haft erneut verlängert. Der Verdächtige im Fall der vor über elf Jahren aus Wiener Neustadt verschwundenen Heidrun Wastl muss weiterhin in Untersuchungshaft bleiben.

Erstellt am 09. Januar 2013 (15:41)
Der Mann (41) war Ende Mai vergangenen Jahres und somit über zehn Jahre nach dem Verschwinden der Frau unter Mordverdacht festgenommen worden, bestreitet aber alle Vorwürfe. Die U-Haft über ihn wurde am Dienstag aber neuerlich um zwei Monate verlängert.

Die Erhebungen der Wiener Neustädter Staatsanwaltschaft in der Angelegenheit sind schon länger abgeschlossen. Man sei nach wie vor dabei, den gesamten Akt noch einmal zu prüfen und juristisch zu beurteilen, erklärte Sprecher Erich Habitzl. "Vielleicht im Februar" könnte die Entscheidung über eine Anklage fallen.

Heidrun Wastl ist seit dem 28. September 2001 spurlos verschwunden. An diesem Tag hatte die Frau ihren sechsjährigen Sohn zu Mittag in Wiener Neustadt von der Schule abholen wollen, kam dort aber nie an. Der 41-jährige Tischler hatte bereits damals zum Kreis der Verdächtigen gezählt, man konnte ihm aber nichts nachweisen.

Vergangenen Mai wurde er wegen dringenden Tatverdachts festgenommen. Er gab in der Folge an, mit der Kindergartenhelferin in einem Wald in der Buckligen Welt spazieren gewesen zu sein, wobei sie stürzte und sich tödlich verletzte. Aus gerichtsmedizinischer Sicht gibt es laut Staatsanwaltschaft jedoch Zweifel an der behaupteten Unfallversion. Die Leiche der Frau wurde trotz umfangreichen Suchaktionen nicht gefunden.