Militärdienst „nicht ausgehalten“: Sechs Monate bedingt. 20-jähriger Grundwehrdiener blieb von Felixdorfer Kaserne zu Hause, weil er Küchendienst hatte. Er wurde wegen Desertion verurteilt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 06. Februar 2021 (03:34)
Für den Grundwehrdiener bedeutet das unerlaubte Wegbleiben von der Kaserne eine Vorstrafe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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Aus der Jansa-Kaserne in Felixdorf hat sich ein Wehrdiener, 20, „vorzeitig“ verabschiedet, was ihn nun vor Gericht gebracht hat.

Der Lehrling gab an, am Anfang seiner Militärzeit sogar überlegt zu haben, sich zu verpflichten. Als er dann aber zum Dienst in der Küche eingeteilt wurde, „habe ich es nicht mehr ausgehalten“.

Am 19. August verließ der junge Mann die Kaserne und kam erst am 29. zurück. Am 30. August hätte er eigentlich abrüsten sollen, aber, wie ein Offizier vor Gericht erklärte, hat er so viele Strafen angehäuft, dass der Wehrmann noch 40 Tage abzudienen hat.

Auf die Frage der Richterin, ob er die fehlenden Tage mittlerweile wenigstens nachgeholt hat, musste der Angeklagte verneinen. Seitens des Offiziers wurde klargestellt, dass ihm diese 40 Tage nicht erlassen werden können. „Er kann kurzfristig vorzeitig entlassen werden, muss aber dann später diese Zeit abdienen.“ Generell, so der Offizier, gibt es „mehrere solche Fälle pro Jahr“.

Für den jungen Mann bedeutet das Wegbleiben von der Kaserne nun eine Vorstrafe von sechs Monaten bedingt für Desertion und unerlaubte Abwesenheit vom Militärdienst. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.