Bezirk Wiener Neustadt: Wechsel an der FF-Spitze. Bezirkskommandant Rudolf Freiler tritt ab, an seine Stelle dürfte Karl Heinz Greiner rücken.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 30. Dezember 2020 (03:59)
Für die Feuerwehren geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Hier der Brand mehrerer Autos auf einem Firmengelände in der Josefstadt.
Presse FF WRN

Schon in diesem Jahr hat die Coronakrise die Freiwilligen Feuerwehren hart getroffen: Bälle, Sommerfeste & Co. – meist wichtige Einnahmequellen – fielen aus. Für die nächsten Monate dürfte es nicht anders aussehen. Betroffen von der Covid19-Krise sind auch die Kommando-Wahlen, die im Jänner anstehen. Anstatt in den Feuerwehrhäusern wird aufgrund der Platzprobleme in Turnsälen von Schulen oder Gemeindezentren gewählt, auch Feiern danach wird es nicht geben.

Die Feuerwehrwahlen im Bezirk Wiener Neustadt werden auch an der Spitze eine Veränderung mit sich bringen: Rudolf Freiler tritt als Bezirkskommandant altersbedingt ab – er ist 64 Jahre alt, laut „Feuerwehrgesetz“ darf man nur bis 65 aktiver Feuerwehrmann sein. Große Katastropheneinsätze im eigenen Bezirk blieben in seiner Amtszeit weitgehend aus, trotzdem gab es viel zu tun. „Heuer war etwa der Waldbrand in Gutenstein fordernd, wir haben mit unseren Pumpen auch bei Hochwassereinsätzen im Bezirk Neunkirchen ausgeholfen“, erzählt Freiler.

Christian Pfeiffer stellt sich noch einmal der Wahl.
Franz Baldauf

Generell sei seine Amtszeit von der guten Zusammenarbeit mit den einzelnen Abschnitten geprägt, „dafür möchte ich mich bei allen bedanken, ich hatte ein super Team.“ Freiler wird übrigens nicht nur als Bezirkskommandant, sondern auch als Kommandant der FF Krumbach abtreten, wo er seit zehn Jahren Kommandant ist. Sein Nachfolger dürfte der bisherige Stellvertreter Jürgen Simon werden. Generell werde die Suche nach Kommandanten immer schwieriger, immer weniger wollen Verantwortung übernehmen oder auch ihre Freizeit dafür opfern. „Man muss sich um seine Nachfolge kümmern, darf nichts dem Zufall überlassen“, betont Freiler.

Karl Heinz Greiner als heißer Kandidat

Sein Nachfolger als Bezirkskommandant wird erst am 6. März (wahrscheinlich in der Arena Nova) gewählt. Obwohl es noch keinen offiziellen Wahlzettel gibt, wird es wohl keine Überraschungen geben. Karl Heinz Greiner (49), seit 20 Jahren Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Weikersdorf, dürfte die besten Chancen haben.

Er wurde nach dem Tod von Josef Bugnar im Herbst mit großer Mehrheit zum Bezirkskommandant-Stellvertreter gewählt. „Ich bin seit meiner Jugend bei der Feuerwehr, schätze die Kameradschaft, mich interessiert die Technik und ich helfe gerne“, unterstreicht er im Gespräch mit der NÖN seine Ambitionen auf die Position des Bezirksfeuerwehrkommandanten.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt wird sich Christian Pfeiffer, er folgte im Herbst auf Josef Bugnar, noch einmal der Wahl stellen, auch sein Stellvertreter Norbert Schmidtberger wird sich wieder aufstellen lassen. „Ich will die Feuerwehr im Sinne von Pepi Bugnar weiterführen“, so Pfeiffer, wichtige Projekte, wie etwa die Sanierung der Fahrzeughalle würden in nächster Zeit anstehen. Dazu kämen immer neue Herausforderungen. „Die Stadt wächst und auch die Feuerwehr muss mitwachsen“, so Pfeiffer. Konkurrenz bei der Wahl könnte – so wie im Herbst – von Daniel Bugnar kommen. Er war für die NÖN aber nicht erreichbar. Einen offiziellen Wahlvorschlag gibt es noch nicht.

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