Blasmusik-Startup "Marschpat" in der "Höhle der Löwen". Ehemalige FH-Studierenden versuchen am Montagabend, in der populären TV-Sendung einen Investor zu überzeugen. Werden sie einen Deal bekommen?

Von Red. Wr. Neustadt. Erstellt am 16. Mai 2021 (08:00)
Das Team von Marschpat in der "Höhle der Löwen"
TVNOW/Frank W. Hempel

Einst waren sie Studierende an der FH Wiener Neustadt – heute sind Carina Eigner, Patrick Rupprecht und Markus Wenzl erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer. Mit dem Music-Tech-StartUp „Marschpat“, das mit Hilfe des StartUp Centers der FH Wiener Neustadt gegründet wurde, haben sie es sich zum Ziel gesetzt, die Welt der Blasmusik zu digitalisieren und damit zu revolutionieren. 

Montagabend (17. Mai) ab 20:15 Uhr sind die ehemaligen Studierenden in der "Höhle der Löwen" auf VOX zu sehen - sie suchen einen Investor.

Rund 2,5 Millionen Menschen schauen zu, wenn am deutschen Privatsender „Die Höhle der Löwen“ ihre Pforten für Gründerinnen und Gründer und deren innovative Geschäftsideen öffnet. Das Millionenpublikum zählt neben den hochkarätigen Investorinnen und Investoren der Show zu den entscheidenden Faktoren, die einen Platz in der Sendung für StartUps derart attraktiv machen. Dementsprechend groß ist die Zahl der Unternehmen, die sich dafür bewerben – eine Einladung in die Show kommt in der Branche einem Ritterschlag gleich.

„Als wir die Einladung bekommen haben, konnten wir es zunächst gar nicht glauben“, erzählt Carina Eigner, die Marschpat von der Idee bis heute mitentwickelt hat. Dass ihre Idee, die Blasmusik zu digitalisieren vor allem im Alpenraum großes Potential hat, war Eigner und ihren Kollegen durchaus bewusst. Dass sie sie eines Tages von der Fachhochschule Wiener Neustadt auf die riesige Bühne von „Die Höhle der Löwen“ führt, damit konnte aber niemand rechnen.

Obwohl die Sendung natürlich bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgezeichnet wurde, steigt die Anspannung seit Tagen beim Team. „Natürlich fiebert man dem Sendetermin entgegen. Man ist ja auch gespannt, wie das Produkt beim TV-Publikum ankommt und wie die Resonanz aussieht“, meint Rupprecht.

Tradition trifft Innovation

Dass sich das Trio überhaupt solche „Luxusgedanken“ machen kann, liegt an der ausgefeilten Idee, die sie im Laufe des Studiums mit Hilfe der Expertinnen und Experten des StartUp Centers an der FHWN perfektioniert haben.

Das Geschäftsmodell vereint Tradition und Moderne: Mit einer einer Web-App für alle Endgeräte können Kapellen Notencontent von verschiedenen bekannten Verlegern & Komponisten zu ihren Notenbüchern digital hinzufügen und verwalten. Die Vereine können zusätzlich ihre Mitglieder & Auftritte/Proben digital managen.

Speziell fürs Marschieren ist Marschpat eine Kooperation mit dem E-Reader Hersteller Pocketbock eingegangen, auf denen die eigens entwickelte MARSCHPAT-App läuft. Somit können alle Notenbücher und Noten auf dem Anzeigegerät und die Marschpat-App synchronisiert werden und mit eigens entwickelter Marschgabel aus 3D Druck am Instrument befestigt werden. So können zahlreiche Noten beim Marschieren oder bei Auftritten digital mitgenommen werden und das Schleppen von schweren Notenkoffern ist nicht mehr notwendig. Großer kreativer Mehrwert ist, dass es ein Gesamtsystem für die Blasmusik entwickelt wurde - von der Notenverwaltung bis hin zum Marschieren.