Wettbewerb: Gegen Müll im All. Innerhalb von 24 Stunden entwickelten Studenten innovative Projekte zu mehr Nachhaltigkeit im Weltraum.

Erstellt am 28. Oktober 2018 (04:03)
zVg
Das Gewinnerteam „Space Removal Inc.“: Fouad Abiad (TU Delft), Michael Happl (FOTEC), Maria Hasler (Uni Wien), Purichmun Low (FH WN), Weimer Bryan (FH WN) und Kaarel Repän (FH WN).

Die Aula der FH verwandelte sich Mitte Oktober in das Zentrum der österreichischen Raumfahrt. Über 40 Teilnehmer aus verschiedensten österreichischen FHs und Unis schlossen sich beim Wettbewerb „GLOBART SpaceHack“ zu vier Teams zusammen. Innerhalb von 24 Stunden entwickelten sie Projekte zum Thema „Nutzung von recyceltem Material im Weltraum“ und „Entfernung von Weltraummüll (Space Debris)“.

Auf 8.000 Tonnen Müll wird der bereits vorhandene Schrott im Weltraum geschätzt. Nun ging es darum, zukunftsweisende und wettbewerbsfähige Projekte für eine nachhaltige Raumfahrt zu entwickeln. Die beste Idee wurde mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert. Mit einem mobilen Handyspiel, in dem man durch „Virtual Reality“ selbst Space Debris aus dem All einfangen kann, hat das Team „Space Removal Inc.“ den „SpaceHack“ gewonnen. Die Jury hat sich für das Projekt entschieden, da „eine bewusste Wahrnehmung der Problematik im gesellschaftlichen Diskurs verankert wird“. Das Team um Kaarel Repän, Purchimun Low und Bryan Weimer von der FH Wiener Neustadt, Maria Hasler (Universität Wien), Michael Happl (FOTEC) und Fouad Abiad (TU Delft) wird das Preisgeld nutzen, um ihre Idee weiterzuentwickeln und in die Realität umzusetzen. Auch die Projekte der anderen Teams bewiesen Zukunftspotenzial.

Das Team „Re³“ entwarf eine Geostation zur Wiederbetankung von nicht mehr verwendeten Satelliten. Das Team „DeCleaner“ entwarf ein funktionales Fischnetz, welches die bei Kollision von Satelliten entstehenden Kleinteile auffängt und damit Weltraumschrott stark eindämmen kann. Mit dem Projekt „Trash to Treasure“ wurde eine Raumstation entwickelt, die nicht nur Weltraumschrott einfängt, sondern auch gleichzeitig recycelt und wiederverwertet. Das Projekt erhielt das zusätzlich vergebene Start-Up Coaching des ESA-BIC Austria (Förderunternehmen von Start-Ups).