Bank in Bad Schönau schloss die Pforte. Die Selbstbedienungsfiliale der Sparkasse fällt der Coronakrise zum Opfer.

Von Katrin Schinewitz. Erstellt am 30. November 2020 (04:18)
Seit Montag, dem 16. November, ist die Sparkassenfiliale in Bad Schönau geschlossen.
Anna Heissenberger

„Die Neuigkeiten kamen für uns sehr kurzfristig. Die Schönauer sind etwas verdutzt über diese abrupte Entscheidung.“ Mit diesen Worten bedauert ÖVP-Bürgermeister Feri Schwarz die Schließung der Sparkassenfiliale, welche auch für ihn äußerst überraschend kam. Schwarz findet es persönlich sehr schade, dass „diverse Dienstleistungen immer mehr an Wert verlieren“ und sorgt sich vor allem um diejenigen Geschäfte im Ort, die auf Barzahlung angewiesen sind.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Baden, Roman Dopler, begründet die Entscheidung des Vorstands einerseits durch eine sich stetig verändernde Filialstruktur in der Bankenwelt, welche vor allem durch die Digitalisierung und den Umstieg auf Online-Banking-Formate Fuß gefasst habe. Andererseits verweist er auf die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Coronakrise: „Die Schließung der Filiale in Bad Schönau hat sich abgezeichnet, als klar wurde, wie die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona sind. Allerdings ist der Filialstandort in Bad Schönau nicht der einzige, welcher dem Krisenjahr 2020 zum Opfer fällt. Eine weitere Selbstbedienungsfiliale in Heiligenkreuz sowie zwei vollfunktionsfähige Filialen in Pfaffstätten und Teesdorf wurden ebenfalls mit 16. November geschlossen und mit benachbarten Filialstandorten zusammengelegt.“

„Die Neuigkeiten kamen sehr kurzfristig. Die Schönauer sind etwas verdutzt über diese abrupte Entscheidung!“ Feri Schwarz, ÖVP-Bürgermeister

Die Gruppe der Sparkasse Baden hat sich also mit der letzten Woche um vier Standorte auf nun insgesamt elf geöffnete Banken verkleinert, versichert aber trotzdem, „egal an welchem Standort, für die Kunden dazu sein“, wie es heißt.