Erstellt am 07. April 2014, 09:01

von Josef Kleinrath, Tina Jedlicka und Mathias Schranz

FPÖ-Chef baut Alko-Unfall. Bezirksparteiobmann Peter Schmiedlechner landete mit Auto im Bach, und entfernte sich von der Unfallstelle. Alkotest zwei Stunden später bescheinigte 1,36 Promille.

Peter Schmiedlechner: »Es war ein grobes Fehlverhalten von mir, es tut mir Leid. Aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen.«  |  NOEN, Baldauf
Von Josef Kleinrath, Tina Jedlicka und Mathias Schranz

BEZIRK /  Mittwoch, gegen 6 Uhr morgens. Ein Autolenker fährt bei Weikersdorf mit seinem Fahrzeug in den Frauenbach. Er steigt aus, lässt das fahruntüchtige Auto im Bach stehen und flüchtet zu Fuß. Erst etwa zwei Stunden später wird der Mann von der Polizei entdeckt. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem Lenker um den Bezirksparteiobmann der FPÖ, den Lichtenegger Gemeinderat Peter Schmiedlechner. Der Politiker aus der Buckligen Welt wird am Polizeiposten Bad Fischau zum Alko-Test gebeten. Das Ergebnis: 0,68 Milligramm Alkohol in der Atemluft – also 1,36 Promille. Den Führerschein muss der Kommunalpolitiker zumindest für ein halbes Jahr abgeben, Nachschulung sowie eine hohe Geldstrafe kommen da noch dazu.


Angelegenheit ist Sache der Bezirkspartei

Schmiedlechner konnte am Wochenende von der NÖN erreicht werden und redet im Gespräch nicht lange um den heißen Brei herum: „Es war ein grobes Fehlverhalten meinerseits, es tut mir Leid. Ich bin froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist.“ Der Unfall sei auf einer Heimfahrt von einem Freund passiert. „Jeder Mensch macht Fehler, so auch ich. Dafür entschuldige ich mich. Was passiert ist, ist nicht mehr zu ändern. Die daraus resultierenden Konsequenzen und den entstandenen Schaden habe ich zu tragen.“ Dass er von der Unfallstelle geflüchtet sei, sei eine Kurzschlussreaktion gewesen.

Seine politische Zukunft lässt Schmiedlechner im NÖN-Gespräch offen. Er werde dem Bezirksparteivorstand allerdings seinen Rücktritt anbieten – wann der tagt, steht aber noch nicht fest. Die Landespartei werde sich in den „Fall Schmiedlechner“ nicht einmischen, so FPÖ-Landesparteisekretär Christian Hafenecker. Die Angelegenheit sei Sache der Bezirkspartei.