Wiener Neustadt

Erstellt am 06. Dezember 2016, 05:43

von Mathias Schranz

IG fordert "Akademiepark für alle". Interessensgemeinschaft „Akademiepark für alle“ will Verkauf des Fohlenhofs verhindern. Startschuss am Freitag.

Das Fohlenhof-Areal beim Akademiepark.  |  zVg

Die Pläne der Stadt für das Fohlenhof-Areal (teils baufällig, 4,5 Hektar groß) sind klar definiert: Das Areal soll umgewidmet und verkauft werden. Dort soll hochwertiges Wohngebiet geschaffen und damit auch viel Geld in die Stadtkasse gespült werden.

Allerdings regt sich gegen diese Pläne Widerstand, die NÖN hat bereits berichtet. Daraus hat sich jetzt die „Interessensgemeinschaft Akademiepark für alle“ gegründet. Die IG hat sich zum Ziel gesetzt, den Akademiepark für alle zu erhalten. „Anstelle von raschem Grundstücksverkauf plädieren wir für eine nachhaltige Lösung, die die Nutzbarkeit des Fohlenhofareals für alle Menschen ermöglicht“, heißt es seitens der IG.

Karoline Karpati vom Umweltbildungszentrum (derzeit noch am Fohlenhof) meint etwa: „Der Fohlenhof und seine Natur sind mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen und ich hoffe, sie noch vielen Kindern und Erwachsenen zeigen zu dürfen.“ Auch Ulrike Gamperl, Anrainerin, meint: „Nach der Schließung des Streichelzoos im Stadtpark wünsche ich mir, dass die Kinder unserer Stadt am Fohlenhof neben vielem anderen in Zukunft auch wieder Tiere erleben können.“

Auch SPÖ gegen Bebauung des Fohlenhofs

Am kommenden Freitag wird es den offiziellen Startschuss für die IG geben – bei denen die Grünen Wiener Neustadt in Person von Michael Diller-Hnelozub übrigens aktiv mitarbeiten. Für Tanja Windbüchler-Souschill ist klar: Die Umwidmung müsse vorerst einmal von der Tagesordnung genommen werden, die künftige Nutzung dieses Bereichs müsse Teil des derzeit laufenden Stadtentwicklungsprogramms Step 2030 sein.

Unterstützung kommt auch von der SPÖ, die sich gegen die Bebauung des Fohlenhofs ausspricht. Das „wertvolle Stück Wiener Neustädter Natur und Kultur“ solle nicht „für ein paar Luxuswohnungen geopfert“werden. Gegen einen Verkauf stellt sich auch der freie Gemeinderat Matija Tunjic.

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