Stadt hat Kandidaten für Wahl. In Wiener Neustadt sind Spitzenkandidaten so weit fixiert. Im Bezirk wird es keine Überraschungen geben.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 17. September 2019 (04:07)

Was lange schon gemunkelt wurde, ist jetzt fix: Am 26. Jänner 2020 finden die Gemeinderatswahlen statt.

Alle Augen sind dabei auf die Bezirkshauptstadt Wiener Neustadt gerichtet. Denn bei den letzten Wahlen kam es zur Wachablöse: Die SPÖ verlor unter Bürgermeister Bernhard Müller nach vielen Jahrzehnten die Absolute. Seitdem regiert in Wiener Neustadt die „bunte Stadtregierung“ – eine Koalition zwischen ÖVP, FPÖ sowie den Bürgerlisten von Evamaria Sluka-Grabner und Wolfgang Haberler.

Gegenüber der NÖN hatte Bürgermeister Klaus Schneeberger im Interview exklusiv angekündigt, dass er wieder kandidieren werde. „Ich bin noch lang nicht fertig. Ich will dieser Stadt die Stärke und den Stolz wieder zurückgeben“, meinte er damals.

"Ich schätze die direkte Arbeit am Bürger"

Die SPÖ hat sich bereits neu aufgestellt und ihren Vizebürgermeister-Posten getauscht. Statt Horst Karas ist seit einem Jahr Margarete Sitz Vizebürgermeisterin, sie wird auch als Spitzenkandidatin ins Rennen gehen.

Wenig Überraschungen gibt es bei der FPÖ und den Grünen: So werden wohl FPÖ-Bürgermeister-Stellvertreter und Grüne-Gemeinderätin Tanja Windbüchler-Souschill an der Spitze stehen. Schnedlitz: „Ich schätze die direkte Arbeit am Bürger, deswegen wäre es mir eine Herzensangelegenheit, meine Arbeit an führender Stelle mit voller Kraft fortzusetzen.“ Windbüchler-Souschill: „Ich werde mich der internen Wahl gerne stellen.“

Ein Fragezeichen stand bis vor wenigen Wochen hinter Bürgerlisten-Gemeinderat Wolfgang Haberler. Der ehemalige FPÖ-Stadtrat und Landtagsabgeordnete lüftete jedoch im NÖN-Interview sein Geheimnis und bekräftigte, wieder antreten zu wollen.

Ein noch größeres Fragezeichen stand bisher hinter Bürgerlisten-Gemeinderätin Evamaria Sluka Grabner. Auf NÖN-Anfrage kündigt sie jetzt an: „Ich fühle mich fit und jung genug, um nochmals antreten zu können“, meint die ehemalige SPÖ-Stadträtin.

Dazu könnten weitere Bürgerlisten kommen: Etwa eine – wie in den letzten Jahren – Liste mit türkischstämmigen Kandidaten.

Noch nicht entschieden hat sich beispielsweise Friseur Peter Maurer, der frühe Wahltermin bereite ihm derzeit Kopfzerbrechen. „Einerseits will ich für meine Kunden in der Weihnachtszeit da sein, andererseits würde ich gerne Interessen meiner Kunden in der Stadtpolitik einbringen.“ Eine Entscheidung um ein mögliches Antreten bei der Gemeinderatswahl will er in den nächsten Wochen fällen.

Bezirk: Weichen sind bereits gestellt

Wenig Überraschungen dürfte es auch im Bezirk Wiener Neustadt geben. In den letzten Monaten wurden bereits Bürgermeister-Wechsel vollzogen, um den jeweiligen Spitzenkandidaten für die Wahlen Zeit zu geben: Etwa in der SPÖ-Hochburg Schwarzenbach (Bucklige Welt), wo Johann Giefing an Bernd Rehberger übergab. Oder etwa in Muggendorf (Piestingtal), wo ÖVP-Bürgermeister Gottfried Brandstätter an Uwe Mitter übergab.

In den restlichen Bezirks-Gemeinden dürften sich nach NÖN-Informationen keine Überraschungen mehr abzeichnen – alle Bürgermeister wollen nochmals antreten. Einer von ihnen ist Walpersbachs ÖVP-Bürgermeister Franz Breitsching. Der 75-Jährige ist bereits seit 35 Jahren (!) Bürgermeister in der Buckligen Welt-Gemeinde und hat vor, das auch zu bleiben – allerdings werde er nach der Nationalratswahl nochmals die Vertrauensfrage an seinen Parteivorstand stellen, meinte er im Gespräch mit der NÖN: „Ich fühle mich gesund und bin gerne für die Bevölkerung da – deswegen würde ich gerne nochmals antreten.“

Ebenfalls „Bürgermeister-Urgestein“ ist Alfredo Rosenmaier (SPÖ) aus Ebenfurth. Er ist seit über 23 Jahren Ortschef seiner Gemeinde, hält dort die Absolute. Und er hat vor, Bürgermeister zu bleiben: „Ich gehe nach wie vor mit viel Freude und Elan an den Job heran“, sagt der 68-Jährige im Gespräch mit der NÖN.

Umfrage beendet

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