ÖVP holt Stadt und Bezirk Wiener Neustadt. Erstmals kann die Volkspartei in Wiener Neustadt die SPÖ überholen.

Von Mathias Schranz und Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 26. Januar 2020 (22:40)
Bürgermeister Klaus Schneeberger und Volkspartei haben ihr Wahlziel erreicht – erstmals Erster in Wiener Neustadt zu sein.
Baldauf

Historischer Wahl-Abend in Wiener Neustadt: Die Sozialdemokraten sind erstmals in der Geschichte nicht die stärkste Fraktion im Gemeinderat. Die SPÖ verliert von 40 auf 26 Prozent (11 statt 17 Mandate), die ÖVP kann gleichzeitig von 33 auf 45 Prozent zulegen (19 statt 14). Die FPÖ gewinnt leicht dazu und hält bei 14 Prozent und 6 statt 5 Mandaten, die Grünen verdoppeln Prozente (von 5 auf 10) und Mandate (von 2 auf 4) - und feiern eine Premiere: Erstmals wird es mit Tanja Windbüchler-Souschill eine Grüne Stadträtin geben.

Polit-Saurier Wolfgang Haberler hat mit seiner Liste den Einzug knapp verpasst - er erreichte nur 1,9 Prozent. Ebenfalls knapp gescheitert sind die NEOS mit 2,3 Prozent, ihnen haben nur wenige Stimmen auf ein Mandat gefehlt. Chancenlos war Karl Halmann mit seiner APÖ (0,67 Prozent).

Im Bezirk hat es einige Überraschungen gegeben: Bürgermeister Harald Richter hat in Lichtenwörth die SPÖ-Absolute verloren, ebenso wie Parteikollegin Traude Gruber in Hochwolkersdorf. In Ebenfurth hat SPÖ-Bürgermeister Alfredo Rosenmaier hingegen auf hohem Niveau zugelegt und 85 Prozent der Stimmen erreicht. Ähnlich ist es der ÖVP in Lichtenegg ergangen: Sie hat 7 Prozent zugelegt und hält nun bei 88 Prozent, die FPÖ hat in der Heimatgemeinde von Nationalrat Peter Schmiedlechner ebendiese 7 Prozent und ein Mandat verloren. In Wiesmath hat die ÖVP ihre Absolute ordentlich ausgebaut: Ein Plus von 21,7 Prozent bedeutet nun 75,8 Prozent der Stimmen.

Alle Ergebnisse der Gemeinden finden Sie hier, den NÖN Live-Ticker zu Stadt und Bezirk Wiener Neustadt gibt es hier zum Nachlesen.

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