42-Jähriger biss Polizisten bei Rauferei. 42-Jähriger biss Beamten während einer Rauferei eine Daumenkuppe ab. Er wurde zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 18. Dezember 2019 (04:11)
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Ein Deutscher musste sich vergangenen Freitag vor dem Landesgericht Wiener Neustadt wegen absichtlich schwerer Körperverletzung verantworten.

Der 42-Jährige hat im September bei einem Einsatz in seiner Wohnung in der Siedlung Maria Theresia einem Polizisten eine Daumenkuppe abgebissen. Absichtlich schwer verletzen wollte der Angeklagte den Polizisten nicht, wie er vor Gericht erklärte: „Am Anfang habe ich nicht erkannt, dass es die Polizei war. Ich habe nur den Mann gesehen.“

Bei der Tat soll der Deutsche betrunken gewesen sein. An die Rauferei könne er sich kaum mehr erinnern. Es war aber nicht sein erster Angriff gegen einen Polizisten. Der in seiner Heimat elffach vorbestrafte Familienvater wurde bereits wegen einer Attacke gegen einen Beamten verurteilt. Damals kam er noch mit einer Bewährungsstrafe davon.

Betretungsverbot sorgte bei Angeklagten für Wut

Für die Liebe zog er anschließend nach Österreich. Am Beginn soll die Ehe harmonisch gewesen sein. Dann soll der Mann aber begonnen haben, seine Frau zu attackieren. Auch gegenüber den drei gemeinsamen Kindern soll der Angeklagte verbal ausfällig geworden sein. Die Frau wollte die Scheidung, hieß es vor Gericht.

Der 42-Jährige soll ihr aber mit dem Tod gedroht haben. Bei einem neuerlichen Streit eskalierte die Situation: Der Angeklagte soll seine Frau mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Diese rief dann die Polizei. Die beiden Beamten sprachen gegen den Mann ein Betretungsverbot aus.

Daraufhin attackierte der Angeklagte einen Beamten, biss ihm in die Brust und auch eine Daumenkuppe ab. Die zweite Polizistin wurde ebenfalls verletzt. „Ich wollte sie nur aus meiner Wohnung raushaben“, sagte der Angeklagte. Das Gericht verurteilte den Mann – rechtskräftig – zu drei Jahren unbedingter Haft.