Ost-Umfahrung in Wr. Neustadt: 2022 ist Baustart. Umweltverträglichkeitsprüfung erhält einen positiven Bescheid. Baubeginn der Ost-Umfahrung im Jahr 2022.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 30. Dezember 2020 (04:37)
Hier, bei der Hofer Mühle, Kreisverkehr Lichtenwörth/Pottendorfer Straße, soll die Ostumfahrung einmünden.
Baldauf

Kurz vor Weihnachten kam die Entscheidung, mit der zu rechnen war: Das Bundesverwaltungsgericht bestätigt als oberste Instanz den positiven Bescheid der Umweltverträglichkeitsprüfung der Landesregierung in Sachen Ostumfahrung. Damit ist die Umweltverträglichkeitsprüfung für das Verkehrsprojekt positiv abgeschlossen.

ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger, der das Projekt seit Jahrzehnten als Entlastung für die Stadt sieht und vorantreibt: „Das Projekt wurde in Sachen ökologischer Auswirkungen auf Herz und Nieren geprüft und erfüllt höchste Ansprüche an Mensch und Natur. Das grüne Licht des Bundesverwaltungsgerichts bestätigt, dass die Ostumfahrung umweltverträglich ist. Nun kann das Land NÖ dieses Projekt weiter vorantreiben.“

Auch ÖVP-Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko reagiert positiv auf den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts: „Mit der Ostumfahrung Wiener Neustadt, Teil 2, kann der Umfahrungsring um Wiener Neustadt geschlossen werden. Dieser Umfahrungsring bringt wesentliche Vorteile für die Stadt Wiener Neustadt, aber auch für die gesamte Region.“

Neben der Verkehrsentlastung für die Bevölkerung bringe der Umfahrungsring eine optimale Anbindung der medizinischen Einrichtungen (MedAustron, zukünftiges Landesklinikum) sowie des Wirtschaftsgebiets Civitas Nova und damit eine Sicherung von Arbeitsplätzen, so Landesrat Ludwig Schleritzko, der eine Verkehrsentlastung für die Bevölkerung von bis zu 40 Prozent sieht.

Umfahrung kostet 39 Millionen Euro

Die rund 4,8 Kilometer lange B17-Ostumfahrung ist der letzte Abschnitt der Straßenverkehrs-Infrastrukturmaßnahmen im Raum Wiener Neustadt. Sie schließt an der B60 an und führt in Richtung Süden bis zur Landesstraße B53 beim Anschluss zur S4.

Die Kosten für das Mega-Verkehrsprojekt werden auf rund 39 Millionen Euro geschätzt. Als Baubeginn für die Ostumfahrung wird das Jahr 2022 angepeilt.

Beschwerde gegen Entscheidung möglich

Allerdings hatte das Verkehrsprojekt in den letzten Jahren auch immer wieder starken Gegenwind (siehe Artikel rechts): Gegen den UVP-Bescheid der NÖ Landesregierung für die Umfahrung vom 15. Jänner 2019 wurden mehrere Beschwerden eingebracht, über die das Bundesverwaltungsgericht nun entschieden hat.

Gegen diese Entscheidung kann innerhalb von sechs Wochen Revision beim Verwaltungsgerichtshof bzw. Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof erhoben werden.

Die Umfahrungs-Gegner wollen im neuen Jahr ihre nächsten Schritte bekanntgeben.