Hagenhofer hört nach 40 Jahren Politik auf

Erstellt am 24. November 2014 | 09:18
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Foto: NOEN, Franz Stangl
Johann Hagenhofer steht bei der kommenden Gemeinderatswahl nicht mehr zur Verfügung.
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Hochwolkersdorf verliert im kommenden Jahr einen seiner verdientesten Gemeindepolitiker. Der Geschäftsführende SPÖ-Gemeinderat und Historiker Johann Hagenhofer wird bei den kommenden Gemeinderatswahlen nicht mehr zur Verfügung stehen. Damit geht eine Schaffensperiode von unglaublichen 40 Jahren zu Ende.

In den Anfangsjahren für den Sport engagiert

Johann Hagenhofer begann seine politische Laufbahn als Kommunalpolitiker im Jahr 1975, wo er gleich als Geschäftsführender Gemeinderat einstieg. Vier Jahrzehnte übte er diese Funktion ohne Unterbrechung im Dienste der Gemeinde aus. Eine Periode lang – von 1980 bis 1985 – war er sogar Vizebürgermeister.

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Nach 40 Jahren in der Gemeindepolitik hat sich der Geschäftsführende Gemeinderat und zeitweilige Vizebürgermeister Johann Hagenhofer entschieden, 2015 nicht mehr anzutreten. Foto: Franz Stangl
Foto: NOEN, Franz Stangl

Eines seiner ersten Anliegen galt dem Sport. Als Gründungsmitglied war er maßgeblich am Entstehen des SC Hochwolkersdorf beteiligt und kümmerte sich um finanzielle Hilfe seitens der Gemeinde: „Meine Funktion als Gemeinderat war mir dabei sehr dienlich.“

„Er war immer der ruhende Pol“

Er war es dann auch, der den Ruf der Gemeinde als „Wiege der Zweiten Republik“ festigte. Beim Entstehen des im Jahr 1981 eröffneten „Gedenkraum 1945“ stellte er die Weichen und konnte sein Wissen als Historiker optimal einbringen.

Für die jährlich abgehaltenen Republikfeiern konnte er dank seiner guten Kontakte immer wieder gute Vortragende gewinnen. Sogar russische Veteranen konnte er nach Hochwolkersdorf holen. Großen Anteil hatte er am Gelingen der 800-Jahr-Feier der Gemeinde, für die er sich besonders engagierte.

Und noch etwas war für ihn typisch, weiß SPÖ-Bürgermeisterin Traude Gruber: „Er war immer pünktlich bei den Gemeinderatssitzungen und der ruhende Pol, wenn andere glaubten die Welt gehe unter.“

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