Maut-Ende bringt Angst & Hoffnung

Erstellt am 29. Juni 2022 | 05:37
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8401765_wrn26dd_kritik_mautwegfall_hohe_wand.jpg
Die Mautstelle auf die Hohe Wand wird 2023 aufgelassen. Die Meinungen darüber sind zweigeteilt.
Foto: Damböck
Anrainer befürchten Ärger und Verkehr, die Wirte erhoffen sich mehr Geschäft.
Werbung

Wie die NÖN bereits berichtete, wird die Maut auf die Hohe Wand bald wegfallen. 2023 ist es soweit. Der Naturpark möchte die fehlenden Einnahmen durch die Auflösung des Mautinkassos mit Attraktionen wieder wettmachen. So soll beispielsweise für Steinbock-Kino, Skywalk und Streichelzoo künftig bezahlt werden. Doch nicht alle blicken dieser Entwicklung positiv entgegen. Die Sorge ist groß, vor allem bei den Anrainern.

„Wir sind ein Naturpark und kein Prater“

„Wir sind ein Naturpark und kein Prater“, sagt Gaby Fraiß und ist sich sicher, dass die Besucher nicht Attraktionen, sondern frische Luft bei ihrem Ausflug wollen. „Die Maut ist eine sehr gute Institution, weil dadurch alles in geordneten Bahnen abläuft“, so Fraiß. Ein anderer Anrainer befürchtet statt dem Stau unten einen Stau oben. Ärger mit Lärm und Verkehr sei vorprogrammiert. „Ich warte jetzt einmal ab, wie der Naturpark kontrollieren will, dass nicht zu viele Leute auf die Hohe Wand fahren“, sagt eine Anrainerin.

„Ich sehe weder extrem positive noch extrem negative Auswirkungen.“

Die Wirte hoffen durch den Wegfall der Maut auf mehr Geschäft. „Ich hoffe, dass nun wieder Gäste kommen, die lange nicht bei uns waren“, sagt Yvonne Teubl vom Naturparkstüberl. Auch im Gasthaus Luf glaubt man, dass das Geschäft besser werden wird. So könnten wieder Gäste kommen, die nur einen Kaffee wollen, ohne dafür einen Naturparkeintritt bezahlen zu müssen.

ÖVP-Bürgermeister Josef Laferl sieht die Sache entspannt: „Ich sehe weder extrem positive noch extrem negative Auswirkungen. Es wird sich alles einpendeln.“

Weiterlesen nach der Werbung

Umfrage beendet

  • Maut-Ende auf der Hohen Wand - eine gute Idee?