Vogelzählung zeigt Rückgang bei Artenvielfalt. Kalte Temperaturen, Dauerregen und Wind hielten die Vogelzähler nicht davon ab, heimische Arten ausfindig zu machen.

Von Doris Damböck. Erstellt am 10. Mai 2019 (04:18)
Damböck
Bernd Sochurek und Biosphäre-Obmann Walter Baumgartner während der Vogelzählung.

Walter Baumgartner, Obmann der „Biosphäre Neue Welt“ startete einen Aufruf zur Teilnahme am „Birdrace“. Daraufhin hat die „Agrargemeinschaft Maiersdorf“ und die „Genussmarschgruppe“ zugesagt, gemeinsam eine Vogelzählung durchzuführen. Baumgartner: „Der Rückgang unserer Vogelarten nimmt in den letzten Jahren alarmierend zu.“

Das Insektensterben aufgrund giftiger Spritzmittel, Ausräumung der Landschaft und Zerstörung geeigneter Biotope führt der Obmann unter anderem als Erklärung dafür an. Die Vogelschutzorganisation „BirdLife Österreich“ führt nun schon seit einigen Jahren das „Birdrace“ durch, um einen Überblick der ansässigen Vogelarten zu gewinnen und eine Bestandsaufnahme zu machen. Der Naturpark Hohe Wand hat trotz des Aufrufs von Baumgartner nicht an der Zählung teilgenommen.

"Zahl der Arten ist stark zurückgegangen"

Grund dafür sei laut Selma Karnitsch vom Naturpark, dass sie kein Vogelexperte sei. „Ich nehme mir nicht heraus, zu behaupten, dass ich mich gut auskenne und dann meinetwegen Vogelarten übersehen werden und dadurch das Ergebnis verfälscht wird“, so Karnitsch.

Trotz Dauerregen und kalten Temperaturen wurde das Birdrace durchgeführt. Unter anderem wurden Feldlerchen, Wendehälse, Rauchschwalben oder Graureiher gesichtet. Das Ergebnis bestätigt: „Insgesamt ist die Zahl der Arten in den letzten zwanzig Jahren stark zurückgegangen“, so Baumgartner nach der Zählung.