„Ich bin Monarchist“. Musical / Mit Komik und Humor schreibt „Blondel“ im Theater im Neukloster mit seinen Darstellern die Neustädter Geschichte um.

Erstellt am 15. Mai 2014 (14:00)
NOEN
Blondel (Andreas Steiner) singt für seine Fiona (Stephanie Prandler).
Britischer Humor trifft Neustädter Geschichte – so lässt sich das Musical „Blondel“, das im Theater im Neukloster gespielt wird, am besten beschreiben. Die mutige Stückwahl von Familie Scherz wird bei der Premiere belohnt – am Ende warten begeisterte Besucher und ein nicht enden wollender Applaus.

Die Komik steht im Vordergrund und kommt nicht nur durch Wortwitz, sondern auch durch Mimik und Gestik zum Ausdruck. So singt Prinz John (Alex Bechtloff) ein Lied, in dem er fast ausschließlich Begriffe verwendet, die sich auf seinen Namen reimen – wie Situation oder Reklamation.

Das wohl komischste Element liefert der Attentäter (Daniel Kittl), der seine Berufung als Henker besingt und mit fröhlicher Musik und Tanzeinlage ins Lächerliche zieht.

Musik spielt eine große Rolle

Auch werden einzelne englische Begriffe (king, boyfriend, no way) eingebaut, um den britischen Charakter zu erhalten.

Eine großartige Leistung liefern die Mönche (Klemens Patek, Dominik Beisteiner, Michael Zeiner und Flora Lhotka): Sie führen acapella durch das Stück. Souverän und mit einem Augenzwinkern betrachten sie die Geschichte.

Die Musik spielt eine große Rolle – kaum gesprochene, sondern fast ausschließlich gesungene Sequenzen. Bandleader Josef Pinkl hat diese Schwierigkeit erfolgreich gemeistert und liefert mit seinen Kollegen die perfekte instrumentale Begleitung.