Massen-Crash auf A2 bei Wöllersdorf. Am Freitag musste die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt zu einem Unfall mit neun Fahrzeugen auf der A2 Südautobahn bei Wöllersdorf in Fahrtrichtung Wien ausrücken.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 09. Oktober 2020 (19:20)

Beim Eintreffen der ersten Mannschaft bot sich eine völlig gesperrte Autobahn.

"Die Fahrzeuge waren über alle drei Fahrspuren und den Pannenstreifen verteilt", so Norbert Schmidtberger, 1. Kommandant Stellvertreter der FF Wr. Neustadt und Einsatzleiter auf der Autobahn. Eine Lenkerin musste vom Notarzthubschrauber versorgt und mit Verletzungen unbestimmten Grades in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Erkundung ergab, dass keine Personen aus Fahrzeugen zu befreien waren, wodurch zunächst Absicherungsmaßnahmen getroffen wurden, um der Exekutive die Unfallaufnahme gefahrlos erleichtern zu können.

Nach Freigabe durch die Exekutive konnte mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Fünf Fahrzeuge mussten von der Feuerwehr geborgen werden und - mit Unterstützung eines gewerblichen Unternehmens - auf dem nächsten Parkplatz gesichert abgestellt werden. Außerdem unterstützte die Feuerwehr die anwesende ASFINAG bei den Reinigungsarbeiten der Fahrbahn.

Der Stau in Fahrtrichtung Wien reichte 9 km zurück. Auch auf der Gegenfahrbahn kam es zu erheblichen Verzögerungen, da Schaulustige immer wieder verlangsamten. Bis Kottingbrunn meldete ein Feuerwehrmitglied waren die Auswirkungen auf der Gegenfahrbahn spürbar. In Fahrtrichtung Wien konnte festgestellt werden, dass die Rettungsgasse weitestgehend gut funktionierte.

Nachdem die Unfallfahrzeuge beseitigt waren, konnte die Feuerwehr Wiener Neustadt nach etwas mehr als zwei Stunden Einsatz wieder einrücken. "Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr Wiener Neustadt, Exekutive, Rotem Kreuz, ÖAMTC Flugrettungsverein und ASFINAG war wie immer hervorragend", lobte Norbert Schmidtberger den Einsatzablauf.