Gastro-Ärger über Vandalen in Wr. Neustadt. Wirte am Hauptplatz-Grätzl klagen vermehrt über beschädigtes Inventar und Erbrochenes.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 28. Juli 2021 (05:54)

Mit der Eröffnung der Nacht-Gastro in der Wiener Neustädter Innenstadt haben sich in den letzten Wochen auch die Vandalenakte gehäuft. So gingen einige Scheiben zu Bruch, auch ein Digital-Anzeiger der Stadt musste dran glauben.

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Ärger im Café Kolsch am Hauptplatz/Ecke Böheimgasse: Regelmäßig wird der Schanigarten von Vandalen heimgesucht.
privat, privat

Ein Aufschrei kommt jetzt von Mario Fischer, Mitbesitzer des Cafe Kolsch am Hauptplatz Ecke Böheimgasse. „Es vergeht mittlerweile keine Woche mehr, an denen man nicht am nächsten Morgen irgendetwas findet, das nachts von irgendwelchen Volltrunkenen zerstört wurde.“ Blumen würden ausgerissen werden, Blumentröge umgeworfen oder eingetreten, „auf Sessel und Tischen wird gesprungen, oder sie werden durch die Gegend geworfen, bis sie kaputt sind. Oder man verschleppt unser Inventar überhaupt irgendwohin, wo wir es mit Glück dann zurückbekommen oder eben nicht.“

Dazu würden Essensreste auf der Straße oder vollgemüllte Gastgärten kommen. Ähnliche Erfahrungen macht derzeit Robert Frantsich, Chef der Flavour Bar (ehemals Winery): „Fast jede Woche kann ich rund um den Schanigarten Erbrochenes wegputzen, gegen mein Keller-Fenster in der Böheimgasse wird ständig uriniert. Dazu kommen Müll und Essensreste.“ Auch Heinz Ferstl vom Traditionskaffeehaus am Grätzl berichtet der NÖN wieder von Scherben und Dosen, dazu müsse er sich öfters auf die Suche nach seinen Tischen begeben, die von „Lustigen“ herumgetragen werden.

Polizei und Magistrat: Nicht mehr Vorfälle

Seitens der Polizei wird derzeit kein erhöhtes Vandalismus-Problem in der Innenstadt registriert – es handle sich um Vorfälle, die es auch vor der „Corona-Pause“ gegeben hätte. Allerdings werde auch nicht jeder Schaden bei der Exekutive angezeigt. Was auch Mario Fischer vom Cafe Kolsch bestätigt: „Es bringt ja nicht viel. Die Täter im Nachhinein auszuforschen ist schwierig.“ Er könne sich am Hauplatz-Grätzl auch eine Video-Überwachung vorstellen, falls die Probleme nicht weniger werden.

Seitens des Magistrats heißt es, dass es seit der Öffnung der Nachtgastro keine Beschwerden über Vandalenakte in der Innenstadt gab.

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