Hochneukirchen-Gschaidt

Erstellt am 16. Juli 2018, 15:01

von Bernadette Samm

"Sound in da Pampa" lockte wieder hunderte Besucher an. Festival feierte fünften Geburtstag und lud mit noch originelleren Angeboten und komplett neuem Line Up.

In Grametschlag, einer Teilgemeinde von Hochneukirchen-Gschaid, wo normalerweise nur rund 80 Leute leben, waren am Freitag 850 Leute zu Gast. Der Grund dafür war „Sound in da Pampa“: Ein Festival, das vom Förderverein für Jugend am Hof und Jugendmobil veranstaltet und einem ehrenamtlichen Team rund um Clemens und Dominik Trenker, deren gesamter Familie und weiterer zahlreicher Helfer heuer zum fünften Mal organisiert wurde.

Zum halbrunden Jubiläum gab es so viel Musik wie noch nie: Das Edlitzer Alternative-Rock-Quintett „Bathing in a Raindrop“ schaffte es schon in den frühen Abendstunden, die Stimmung anzuheizen, ihnen folgten die Katzelsdorfer Burschen „Up Close“, die erstmals zu viert Vollgas gaben. Chris Beer sorgte mit seinen raffinierten Live-Loops für Abwechslung und Chartstürmer Luke Andrews begeisterte mit Songs aus dem neuen Album „Leave a Trace“.

„Onk Lou“ erntete für Gesang und Gitarrenskills viel Applaus und danach erwarteten die Gäste schon den Headliner „folkshilfe“. Dazwischen traten jedoch noch als Special-Act „Die Anticornettos“ auf, die sich mitten ins Publikum warfen und eine Show „auf Augenhöhe“ mit dem Publikum machten. Zum Abschluss rockte „folkshilfe“ die Hauptbühne, danach sorgte DJ Giuseppe für Partystimmung. Nicht nur bei Bauerngolf und Co konnten sich die Besucher austoben: Heuer gab es zum ersten Mal einen Hot-Pool. Der nachhaltigen Philosophie entsprechend befand sich dieser in einem mit Teichfolie ausgekleideten Anhänger und wurde vom Käsespätzle-Ofen mitbeheizt.

Das Bier kam ausschließlich von Schwarz-Bräu aus Krumbach, Chef Gerald Schwarz schenkte sogar selbst aus. Zu essen gab es einen Bio-Burger, vegane Palatschinken, Waffeln, selbstgemachte Mehlspeisen und erstmals Käsespätzle, wobei auf Herkunft und Qualität streng geachtet wurde. Selbst in die namentlich an die Bands angepassten Cocktails wie „Andrew’s Mojito“ oder „Lou’s Melon“ kamen nur hochwertige Zutaten wie zum Beispiel frische Erdbeern oder österreischischer Vodka. Außerdem entstand dank Recyclingpapier-Tellern und Mehrwegbechern gar kein Plastik-Müll.

Organisator Clemens Trenker war sehr zufrieden: „Es freut mich, dass das Angebot so gut angenommen wurde und alle Stationen sehr gut besucht waren.“ Ob es das Festival nächstes Jahr wieder geben wird, ist allerdings noch nicht sicher. „Der zeitliche Aufwand ist extrem hoch.“,erklärt Trenker. Es schaue aber nicht so schlecht aus: „Wir haben nur positives Feedback bekommen und auch die Bands wollen wieder spielen.“