Radar gegen Raser in Theresienfeld. Konzept sieht vier Radargeräte innerhalb des Gemeindegebiets vor. 50.000 Euro werden dafür locker gemacht.

Von Doris Damböck. Erstellt am 25. Oktober 2020 (03:34)
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Um Rasern zukünftig Einhalt zu gebieten, plant die Gemeinde die Aufstellung mehrerer Radargeräte. Ein eigener Ausschuss hat dazu das Konzept entwickelt. Wie die zugrundeliegenden Verkehrsmessungen zeigen, werden die Tempolimits nicht von allen eingehalten, „es geht hier um die Sicherheit innerhalb der Gemeinde und auch um die Lärmbelästigung“, erklärt NET-Gemeinderat Norbert Zöger, der im Ausschuss sitzt.

Das Konzept sieht vier Radargeräte vor, drei auf Gemeindestraßen und eine auf der Landesstraße/Bundesstraße (diese wird vom Land NÖ finanziert). Für den Ankauf liegt ein Leasingangebot vor, das vier Geräte inklusive der Blitzeinheit um 2.800 Euro im Monat anbietet. „Der Vorteil ist hier, dass die Gemeinde bereits Einnahmen hat, während sie Leasinggebühren zahlt“, sagt Zöger. Nach fünf Jahren gehen die Radarboxen in den Gemeindebesitz über. Weitere Angebote werden noch geprüft.

Die Einnahmen durch die Geschwindigkeitsübertretungen sind zweckgebunden und müssen für den Straßenbau und die Sicherheit in der Gemeinde verwendet werden. Laut SPÖ-Vizebürgermeister Wolfgang Reinharter gehe es dabei aber nicht um die Einnahmen an sich: „Die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Reduzierung der Geschwindigkeit stehen hier im Vordergrund.“

Für die Genehmigung durch das Land NÖ muss ein Verkehrskonzept zugrundeliegen, wo die zukünftigen Standorte der Radargeräte festgelegt sind. „Die Durchlaufzeit des Projekts beträgt ein Jahr,“ so Gemeinderat Zöger. Die Finanzierung erfolgt über das Budget 2020, wo bereits 50.000 Euro für die Radargeräte vorveranschlagt worden sind. Davon sind einmalig 4.200 Euro für die Errichtung der Fundamente zu bezahlen.