Strafe nach Hundebiss in Theresienfeld

Listenhund ohne Beißkorb fiel Spaziergängerin mit Retriever an und verletzte beide schwer.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:36
Gericht Symbolbild
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Foto: Shutterstock.com, Salivanchuk Semen

Am 8. Februar kam es zu einem Zwischenfall mit einem „Listenhund“ in der Nähe von Theresienfeld. Eine Frau (55) und ihr 13-jähriger Golden Retriever wurden von einem Staffordshire Bullterrier angegriffen, der Hund und Frauchen schwer verletzte. Die Frau erzählte vor Gericht, dass sie den Hund schon weiter entfernt gesehen hätte, die Dame am Ende der Leine habe telefoniert.

Der Hund sei auf sie zugallopiert und habe sich in ihren Handschuh verbissen, mit dem sie den Retriever beim Halsband hielt. Erst als sie aus dem Handschuh rutschte, konnte die Frau ihre zerbissene Hand lösen, dafür wurde ihr Hund angegriffen: „Die Besitzerin kam zwar näher, blieb aber immer zwei Meter entfernt.“ Schließlich hat das Opfer mit der Leine auf den Bullterrier eingeschlagen und die Hundeführerin ihn weggezogen.

Die stand nun wegen fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht, weil sie keinen Hundeführerschein hat. Den haben nur der Sohn und die Schwiegertochter, die, so die Angeklagte, weit hinter ihr war. Die Frau schilderte, dass sie ausgerutscht sei und der Hund deswegen attackieren konnte. Die andere Frau sei dann verschwunden. Die Verletzte hatte ihren Hund ins Auto gebracht und kam mit der Polizei zurück, aber die Angeklagte war weg. Man traf sich im Spital wieder, da beide Frauen Bisswunden hatten. Die Angeklagte wurde nicht rechtskräftig zu 400 Euro Geldstrafe verurteilt.