Koalition steht, Seper vor Aus. Die neue Koalition zwischen SPÖ und der Liste „Gut für Gutenstein“ ist fix. Seper geht, wenn diese Konstellation in der konstituierenden Sitzung durchgeht.

Von Doris Hoefer. Erstellt am 16. Februar 2015 (07:53)
Bürgermeister Hannes Seper, ÖVP, Gemeinderat Christian Zak, SPÖ, Michael Kreuzer, Gut für Gutenstein
NOEN, Franz Baldauf / ZVG

VP-Bürgermeister Hannes Seper hat die konstituierende Sitzung in Gutenstein auf den letztmöglichen Termin, nämlich den 9. März gesetzt. Bis dahin müssen sich die Guten-steiner zur offiziellen Verkündigung des neuen Gemeinderates noch gedulden. Das Wichtigste steht aber schon fest: Die neue Liste „Gut für Gutenstein“, die bei den Wahlen mit sieben Mandaten zur zweitstärksten Partei wurde, und die SPÖ, werden koalieren. Dies bestätigen sowohl Listen-Obmann Michael Kreuzer als auch SPÖ-Obmann Christian Zak.

Die Frage, warum es keine Koalition der Bürgerliste mit der ÖVP geben wird, beantwortet Michael Kreuzer mit: „Das Angebot von Herrn Hackel (ÖVP-Gemeindevorstand Gutenstein) war nicht annehmbar.“ Dieser hatte Kreuzer den Vizebürgermeister angeboten. Durch die Koalition mit der SPÖ würde Kreuzer Bürgermeister. Christian Zak würde ihn in der Position des Vizebürgermeisters unterstützen.

Kurs steht auf Veränderung 

Die Frage, was er als Ortschef vor hätte zu verändern, kann Kreuzer vorerst nur zum Teil beantworten. „Ich habe mein Programm fix und fertig“, meint Kreuzer, aber weder er noch Christian Zak hätten derzeit Einblick in Akten und Verträge, die von der jetzigen Regierung abgeschlossen wurden. „Wir wissen noch nicht, wie viel Budget wir haben, das wissen wir erst, wenn wir reinschauen können. Wir müssen jetzt warten.“

Christian Zak ist überzeugt, dass der Kurs auf Veränderung steht: „Ich glaube, der Wählerwille lässt erkennen, dass man Rot und Schwarz nicht mehr will und dass eine Neuerung her muss. Große Sprünge werden wir nicht machen können, aber diese Art von Politik wird es nicht mehr geben in Gutenstein. Es kann nur besser werden.“

Auf die Frage, in welcher Form die Bürger in Gutenstein mitreden werden können, meint Michael Kreuzer, es sei ihm wichtig, dass das Rathaus offener werde. „Der Bürger braucht mich als Herrn Kreuzer nicht, sondern ich brauche den Bürger.“ Er wolle „draußen sitzen“ bei der Mannschaft und mit den Leuten reden, die reinkommen, es könne nur funktionieren, wenn die Bevölkerung einen Nutzen davon hat. Am Koalitionsbeschluss von Zak und Kreuzer scheint es keinen Zweifel mehr zu geben.

Seper tritt zurück,  wenn Koalition kommt

VP-Bürgermeister Hannes Seper meint, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. „Es hat mit der ÖVP keine Koalitionsgespräche gegeben“, sagt Seper.

Reinhard Hackel hätte von der Liste keinen Gesprächstermin bekommen. Es könnten keine Koalitionsgespräche abgeschlossen sein, welche tatsächlich nicht geführt wurden. Der Wille zur Zusammenarbeit seitens der ÖVP sei da. Bei der Bürgermeisterwahl wird Hannes Seper kandidieren, einige Gutensteiner seien in Sorge, da es der neuen Liste an Erfahrung fehle.

Auf die Tatsache angesprochen, dass sowohl Michael Kreuzer, als auch Christian Zak der NÖN gegenüber ihre zukünftige Koalition bestätigen, meinte Seper: „Wenn die Zwei das beschlossen haben, dann wird es nicht viele Möglichkeiten geben. Wenn das so ist, dann bin ich nicht dabei. Dann macht das keinen Sinn.“