Abstiegskampf, eine Kopfsache. Fritz Hauke über den Druck des SC Wiener Neustadt.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 18. Mai 2015 (07:39)

Die Qualität ist da – das werden die Hauptakteure beim SC Wiener Neustadt und der Admira nicht müde zu betonen. Auf beiden Seiten stehen solide Bundesliga-Spieler, talentierte Burschen, abgezockte Routiniers. Abstiegskampf, nicht nur eine Frage der fußballerischen Qualität. Das Ringen ums sportliche Überleben im Fußballeroberhaus ist vor allem eine Kopfsache.

Der schmale Grat zwischen der Leichtigkeit des Seins und der notwendigen Spannung – besonders schwer zu treffen, wenn im Hinterkopf der „Was passiert, wenn wir versagen?“-Film läuft. Am Verbleib in der obersten Spielklasse eines Vereins hängen Existenz, vor allem im Umfeld des Klubs. Spieler und Trainer haben gute Karten, auch bei anderen Vereinen unterzukommen…

Wiener Neustadt darf in den letzten Spielen den Glauben nicht verlieren. Den Glauben daran, dass der Verein einmal mehr den Klassenerhalt schafft. Den Glauben daran, dass es sich am Ende doch wieder irgendwie ausgeht. Den Glauben daran, dass die Admira in den letzten drei Spielen nicht das Punktemaximum holt.

Abstiegskampf – eine Kopfsache. Mit einem Sieg gegen Wolfsberg würden die Wiener Neustädter wieder ein ganz klares Lebenszeichen von sich geben – hoffentlich nicht das letzte in der Saison…