„Big Brother“ im Stadtpark. Mathias Schranz über den Wiener Neustädter Stadtpark.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 16. Januar 2018 (02:37)

Beinahe jeder Wiener Neustädter wird Kindheitserinnerungen an den Stadtpark haben: Bären-Schauen, Ziegen-Füttern, später vielleicht Schule-Schwänzen und ein Pfirsichspritzer. In den letzten Jahren hat sich der Park nicht von seiner besten Seite gezeigt: Die Bären sind längst weg, dafür kamen Vandalen und Drogendealer.

Mittlerweile erholt sich der Park wieder: Der neue Kinderspielplatz der bunten Stadtregierung ist zu einem Anziehungspunkt für Familien geworden. Mit der Sanierung der Kasematten bekommt der Stadtpark ein kulturelles Schmuckstück, das seinesgleichen suchen wird. Dazu kommen ein neues Hotel und neue Ideen für das alte Hotel Corvinus, auch der erste Adventmarkt im Dezember war ein Erfolg.

Den Dealern wurde mit verstärkten Polizeistreifen und der Schutzzone zu Leibe gerückt – was das Problem zwar nicht gelöst, aber entschärft hat. Ob Überwachungskameras, wie es die FPÖ vorschlägt, das Problem lösen werden, wird sich zeigen. „Big Brother“ beim Familienpicknick? Auch daran müsste man sich erst einmal gewöhnen.