Hassparolen bringen wenig. Mathias Schranz über die Reaktionen nach den Verbrechen.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 15. Januar 2019 (03:32)

Es sind unfassbare Tragödien, die Stadt und Bezirk Wiener Neustadt in diesen Tagen erschüttert haben. Zuerst der Mord in Krumbach, wenige Tage später wird in Wiener Neustadt ein Mädchen tot im Park gefunden.

Bemerkenswert ist, wie die Taten von der Öffentlichkeit aufgenommen werden. In Krumbach scheint der Ort näher zusammenzurücken, vielfach wird Hilfe angeboten – große Entgleisungen gegen den mutmaßlichen Täter, einen Österreicher, bleiben aus.

Anders sieht die Situation nach dem Verbrechen in Wiener Neustadt aus: In den sozialen Netzwerken werden gegen den mutmaßlichen Täter, einen Syrer, schnell ausländerfeindliche Postings geschrieben. Vor allem nachdem bekannt wurde, dass gegen ihn bereits einschlägige Anzeigen vorliegen.

Über Änderungen der Gesetzeslage zu diskutieren, ist angesichts der Sachlage legitim – Schimpftiraden und Hasspostings nützen hingegen überhaupt nichts.