Ärztemangel jetzt bitter. Über die Suche nach einem Hausarzt.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 16. September 2020 (03:45)

Bisher ist die Stadt Wiener Neustadt von einem Phänomen weitgehend verschont geblieben: Dem Mangel an Hausärzten. Das könnte sich jetzt ändern. Mit dem Monatsende geht Maria Schwarzecker-Patzelt in Pension. Trotz Ausschreibung der Ärztekammer hat sich bis jetzt niemand gefunden, der ihre Kassen-Praxis in der Döttelbachsiedlung übernehmen wird. Hohe Investitionskosten in Ordinationen, ein stressiger Arbeitsalltag, die nicht immer einfache Turnusausbildung – nur einige Punkte, warum es immer wieder zu einem Ärztemangel kommt.

Im Umland von Wiener Neustadt hatte die NÖN in den letzten Monaten von zahlreichen Gemeinden mit ähnlichem Problem berichtet. Dort hat sich gezeigt: Es dauert oft Monate, wenn nicht Jahre, bis eine ärztliche Pensions-Lücke wieder aufgefüllt werden konnte.

Dass der Hausärztemangel jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie auftritt, wo jeder Mediziner gebraucht wird, ist natürlich besonders bitter.