Aufbauarbeit wird schwierig. Über die Wahlkreis-Niederlage der SPÖ.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 08. Oktober 2019 (03:45)

Vor zehn Jahren wäre das noch undenkbar gewesen: Die SPÖ hat in ihren (einstigen) Hochburgen in Neunkirchen und Wiener Neustadt kein Grundmandat geschafft. Das Dilemma lässt sich auch an den Vorzugsstimmen erkennen: So haben etwa die jungen ÖVP-Frauen Anna Dinhobl (JVP-Obfrau) und Katharina Trettler (Vizebürgermeisterin Waldegg) mehr Vorzugsstimmen für sich verbuchen können als die langjährige SPÖ-Stadträtin Lidwina Unger oder SPÖ-Urgestein und Gewerkschafter Horst Pammer junior.

Ein schwacher Trost für die SPÖ: Petra Vorderwinkler wird (trotz deutlich weniger Vorzugsstimmen als ihre Konkurrentin Sylvia Kögler aus Neunkirchen) über die Landesliste in den Nationalrat einziehen. An ihrer Arbeit wird es in den nächsten Jahren auch liegen, ob die SPÖ das Grundmandat bei der nächsten Wahl wieder zurückerobern kann. Angesichts des Gegenwindes aus den eigenen Reihen aus Neunkirchen wird das aber keine leichte Aufgabe.