Ein Signal für die Zukunft. Über Wiener Neustadts prominenten Neuzugang.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 11. Februar 2020 (00:33)

Sebastian Boenisch beim SC Wiener Neustadt – auch, wenn der Name des deutsch-polnischen Innenverteidigers auf den Stammtischen der Region vielleicht nur bedingt für Staunen sorgt, tut es seine Vita aber auf alle Fälle: Als Stammspieler in der deutschen Bundesliga gehörte er zum Besten, was die polnische Fußballnation zu bieten hatte. Und auch, wenn für so einen Transfer immer verschiedene Faktoren ineinander greifen müssen – wie Timing, Glück und Fingerspitzengefühl – hat diese Verpflichtung doch eine Signalwirkung: Man holt keinen Sebastian Boenisch um in der Regionalliga zu bleiben.

Wiener Neustadt denkt ein halbes Jahr nach dem totalen Schiffbruch wieder in Bundesliga-Dimension – und das ist für das Umfeld extrem wichtig. Fans, Sponsoren, Funktionäre und Spieler wollen Teil eines Projekts sein, das in eine vielversprechende Richtung marschiert. Der SC setzt mit einem Transfer dieser Kategorie genau dieses Ausrufezeichen, dass mit Wiener Neustadt nach dieser Saison der Konsolidierung wieder zu rechnen sein muss.

Klar wird Boenisch nicht der letzte Baustein zum Wiederaufstieg sein – allerdings hilft so ein Spieler auch in den Köpfen seiner Kollegen die richtige Mentalität am Weg dorthin zu installieren.