Ein Test für die Vereinsführung. Über den SC Wiener Neustadt am Transfermarkt.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 14. Januar 2020 (04:57)

Es gibt Traditionen, die sind es wert zu pflegen – egal ob in der Familie, im Geschäftsleben oder in der Glaubenspflege. Und dann gibt es Traditionen, die sollte man nachhaltig los werden. Wie Wiener Neustadts Amateure und ihr traditioneller Abstiegskampf. Nur ein einziges Mal (unter dem aktuellen Ortmann-Trainer Christoph Stifter) kämpfte die Zweier-Mannschaft nicht mit Hängen und Würgen um den Klassenerhalt.

Ganz eng ist dieses Thema mit der Kader- und Transferpolitik bei der „Ersten“ verbunden. Hier wurden vor allem im Abstiegsjahr der Amateure aus der 2. Landesliga schwere Fehler auf der Management-Ebene begangen – Fehler, die jetzt beim drohenden Absturz in die 1. Klasse (!) nicht passieren dürfen. Bei all der Wichtigkeit einer schlagkräftigen Regionalliga-Truppe – vereinsintern muss hier der Regler ein Stück weit Richtung Gebietsliga und Amateure verschoben werden. Eine funktionierende Amateur-Mannschaft ist eine Grundvoraussetzung für die hauseigene Talenteschmiede.

Diese Transferzeit ist auch gleichzeitig ein kleiner Test für den neuen Vorstand, ob er aus den Fehlern seiner Vorgänger gelernt hat und bei der Personalpolitik dahingehend mitwirkt, die Amateure nicht noch weiter absinken zu lassen…