Gradmesser für die Defensive. Über Wiener Neustadts Frühjahrsauftakt.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 25. Februar 2020 (03:55)

36 Tore erzielte der Wiener Sport-Club im Herbst – keine andere Mannschaft in der Regionalliga traf öfter. Vier Tore davon gegen den Wiener Neustädter SC. Und das allein reicht, um die Mannschaft von Robert Weinstabl als den perfekten Gegner für Wiener Neustadt zum Auftakt zu qualifizieren.

Denn der SC muss in der Rückrunde jetzt vor allem eine Frage beantworten: Kann die Defensive auf das Level der eigenen Ansprüche und der Qualität in der eigenen Offensive kommen?

Denn mit 33 (!) Gegentreffern hat nur Schlusslicht Leobendorf mehr Tore kassiert – für eine Top-Fünf-Mannschaft viel zu viel. Da kann Matus Paukner seinen ersten Platz in der Torschützenliste bis in den Mai verteidigen, wenn es auf der anderen Seite des Feldes regelmäßig raschelt, hilft das alles nicht. Allerdings darf nicht vergessen werden: Gegentreffer und Defensive hängen viel mit Abstimmung und Arbeit im Verbund zusammen – Faktoren, die erst kommen, wenn eine Mannschaft eingespielt ist.

Und das war der SC nach dem Schiffbruch im Sommer wirklich nicht. Plus, die individuelle Qualität von Sebastian Boenisch wird eine entscheidene Rolle spielen, um Wiener Neustadts Problemzone zu beheben.