Keine Quereinsteiger. Über das Café Bernhart am Hauptplatz.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 20. Mai 2020 (02:33)

Die Melange im Bernhart ist kalt geworden: Das Kaffeehaus am Hauptplatz hat nach der Krise nicht mehr aufgesperrt. Und das, obwohl erst mit Jänner eine neue Pächterin das Lokal übernommen hat. Allerdings konnte Andrea Nagel mit dem neuen Konzept bei den Gästen nie punkten, dann kam auch noch das Virus – das war zu viel.

Hausbesitzer Jürgen Höfler ist derzeit auf der Suche nach neuen Pächtern, was nicht so leicht sein dürfte. Feststeht: Nach den vielen Höhen und Tiefen des Altwiener Cafés in den letzten Jahren muss Kontinuität her. Für Quereinsteiger in die Gastronomie ist das schönste und größte Kaffeehaus der Stadt eine Nummer zu groß, das haben die letzten Monate gezeigt. Deswegen muss jemand mit einschlägiger Erfahrung her, der mit Leib und Seele hinter (und in) dem Lokal steht, die Tradition pflegt und gleichzeitig frischen Wind hineinbringt. Sollte das Café nicht mehr aufsperren, würde die Stadt nicht nur ein Lokal, sondern auch ein Stück ihrer Geschichte verlieren.