Liga verliert mehr an Wert. Über Wiener Neustadts verflixtes Ostliga-Jahr.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 28. Oktober 2020 (01:33)

Vor der Saison stand fest: Es braucht einen sehr günstigen Saisonverlauf, damit der SC Wiener Neustadt keine Abstiegssorgen hat. Und: Es braucht zumindest einen günstigen Saisonverlauf, damit Wiener Neustadt in der Liga bleibt.

Nach knapp zwei gespielten Monaten steht fest: Das mit dem günstigen Saisonverlauf kann abgehakt werden – der geht sich schon jetzt nicht mehr aus. Auch ohne Geisterspiele wäre es beim WNSC gespenstisch gewesen – nämlich dank dem Abstiegsgespenst…

Jetzt treffen die ersten Coronafälle die Wiener Neustädter Mannschaft und verkleinern die ohnehin dünne Personaldecke. Und wenn dann unter den Betroffenen auch noch Routiniers sind, die der SC Wiener Neustadt ohnehin nicht so dick hat, wiegen diese Ausfälle natürlich dann doppelt bitter.

Es wäre leicht für Trainer Jürgen Burgemeister Ausreden zu finden – sie hätten alle ihre Berechtigung und niemand würde nach der Saison die Meinung vertreten, dass der SC Wiener Neustadt gute Voraussetzungen verspielt hätte. Aber am Beispiel des WNSC zeigt sich dadurch auch, dass die heurige Regionalliga-Saison mit den völlig unterschiedlichen Vorgaben sportlich wöchentlich an sportlichem Wert verliert und eine Unterbrechung gut wäre.