Zeitpunkt suboptimal. Fritz Hauke über die Eggendorfer Trainerentlassung.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 30. August 2016 (09:08)

Alle einsteigen, das Trainerkarussell nimmt Fahrt auf. Früh wie selten zuvor werden die Tickets verteilt. Erster Fahrgast: Mario Renner. Nach nur einem Punkt aus zwei Spielen hat Präsident Thomas Pollak genug und trennt sich von dem Trainer. Pollak hat das große Ziel „Meistertitel“ vor Augen, sieht sich zum Handeln gezwungen. Der Ehrgeiz, der Druck ist spürbar – wenn nächstes Jahr Mitte Juni nicht „We are the Champions“ aus den Eggendorfer Platzlautsprechern hallten, war die Saison zum Vergessen.

So weit, so verständlich. Dass der Zeitpunkt suboptimal ist, kann aber nicht wegdiskutiert werden. Vielleicht gibt es für Trennungen keinen günstigen Zeitpunkt – sondern nur schlechte und weniger schlechte. Ende August ist aber definitiv ein sehr schlechter. Nach Wochen der Vorbereitung, Transfers jetzt vor der Tür zu sitzen, ist hart. Da wäre es besser für alle Beteiligten gewesen, wenn sich die Wege schon im Mai getrennt hätten. Dann hätte der Nachfolger über die Sommerpause die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu formen beginnen können.

Apropos: Dass Pollak Manfred Rosskogler und FAC-Co-Trainer Robert Weinstabl als Nachfolger aus dem Hut zauberte, kam in dieser Konstellation mehr als überraschend…