Lösen – nicht nur verschieben. Philipp Hacker-Walton über das geplante Sicherheitskonzept.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 20. März 2018 (02:18)

Der „Neue“ in der Stadtregierung, FPÖ-Stadtrat Philipp Gerstenmayer, scheint für Kontinuität zu stehen.

Zumindest in der Sicherheitspolitik dürfte er den bisherigen blauen Weg konsequent fortsetzen: Die Pläne seines Vorgängers Udo Landbauer zur Video-Überwachung an „Hotspots“ will er weiter verfolgen. Auch der Plan eines eigenen Ordnungsdienstes passt zur freiheitlichen Politik der letzten Jahre.

Das ist zum einen keine Überraschung: Die FPÖ setzt ja seit längerem vorrangig auf das Thema Sicherheit – und ist damit bei den Wahlen bekanntlich auch gut gefahren. Zum anderen wird niemand, der in den letzten Wochen und Monaten an Brennpunkten wie Stadtpark oder Bahnhof unterwegs war, etwas gegen mehr Präsenz von Sicherheitspersonal haben.

Ein Fehler aus der Vergangenheit sollte dabei nicht wiederholt werden: Es hat sich erwiesen, dass es relativ leicht ist, einzelne Problemzonen in der Stadt zu beruhigen – solange man sie nur woanders hin verschiebt, ohne die dahinter liegenden Probleme zu lösen.